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Staubsauger

Was ist ein Staubsauger? Mithilfe eines Ventilators (Saugturbine) wird im Staubsauger ein Luftstrom erzeugt; dieser verursacht einen Unterdruck, durch den Luft angesaugt und an der anderen Seite des Staubsaugers wieder hinausbefördert wird (Vakuumprinzip). Mit der eingesaugten Luft werden die Staubpartikel mitgerissen und im Staubsauger durch den Staubsaugerbeutel und verschiedene Filter am Wiederaustritt gehindert.

Bevor im Staubsauger Motoren eingesetzt wurden, erzeugten Blasebalge, Pumpen oder mit Muskelkraft betriebene Propeller diesen Luftstrom. Die ersten elektrisch betriebenen Handstaubsauger wurden an die Lichtleitung angeschlossen. Im Gegensatz zu heute waren diese ersten Modelle Luxusgüter, 1920 musste ein englischer Erwerbstätiger noch durchschnittlich zwei Monatsgehälter für einen Staubsauger aufbringen. Mit der weiteren Verbreitung des Staubsaugers verschwanden so nach und nach die Teppich-Klopfstangen auf den Höfen.

Inhalt

Punkt Aufbau des Staubsaugers
Punkt Bodenreinigung: Saugertypen
Punkt Saugleistung
Punkt Bauformen
- Kesselsauger
- Rückenstaubsauger
- Handstaubsauger
- Bürstsauger
- Akkusauger
- Staubsaugerroboter
- Zentralstaubsauger

Aufbau des Staubsaugers

Ein Staubsauger unterteilt sich in zwei Bereiche: den Motorteil und den Staubraumteil. Der Staubraumteil besteht aus dem Gehäuse, dem Saugschlauch mit dem Saugrohr und der jeweiligen Düse. Im Motorteil befindet sich der Motor mit Gebläse. Dieser erzeugt Unterdruck, durch den Luft mit Staub angesaugt und über verschiedene Filterstufen durch das Abluftgitter wieder nach außen befördert wird (Abbildung 2). Außen am Gehäuse befindet sich der Ein- und Ausschalter. Die Drehzahl des Motors wird durch einen Regler angepasst. Zusätzlich kann am Saugrohr ein Luftschieber geöffnet werden. Durch die unterschiedliche Saugleistung ist es möglich, verschiedene Oberflächen zu saugen. Mit geringer Leistung können beispielsweise Polstermöbel und mit hoher Leistung Teppichböden oder harte Bodenbeläge gesaugt werden.

Staubsauger

Abbildung 1: Bodenstaubsauger

Man unterscheidet Beutelstaubsauger und beutellose Staubsauger. Bei einem Beutelstaubsauger wird der Staub in einem Staubsaugerbeutel gesammelt, der später in den Müll kommt, während bei → beutellosen Staubsaugern sich der Staub in einem Auffangbehälter sammelt, der später gereinigt wird.

Luftstrom in einem Staubsauger

Abbildung 2: Luftstrom durch einen Bodenstaubsauger

Wie Abbildung 2 zeigt, wird bei diesem Bodenstaubsauger der Luftstrom über das Saugrohr durch den Staubsaugerbeutel wieder nach außen geführt. Da es immer mehr Menschen gibt, die allergisch auf Hausstaub reagieren hat sich die Anzahl der eingebauten Filter stark erhöht. Um eine gute Saugleistung und Staubrückhaltung zu gewährleisten, müssen die Filter in regelmäßigen Abständen erneuert werden.

Sie verlassen die Internetseite Animierte Grafiken zur Funktionsweise des Staubsaugers

Zubehör

Universaldüse mit ausfahrbaren Borsten für harte Böden. Fugendüsen, Polsterdüsen, Heizkörperbürsten und Möbelpinsel. Bei diesem Modell sind die Zubehörteile unter dem Zubehördeckel verstaut (Abbildungen werden bei der Mobilansicht ausgeblendet).


Aufsicht auf den Motor HEPA-Filter eines Staubsaugers
Abbildung 3: Aufsicht auf das Gebläse Abbildung 4: HEPA-Filter

Bodenreinigung: Saugertypen

Unterschieden werden Trockensauger und Nass-/Trockensauger. Mit einem Trockensauger wird trockener Schmutz von Oberflächen, wie Fußböden mit der eingesaugten Luft entfernt.
Nass-/Trockensauger eignen sich auch zum Aufsaugen von Flüssigkeiten. Ist der Behälter voll, schaltet eine Sicherung den Luftstrom oder den gesamten Sauger ab. Entsorgt wird die Flüssigkeit über einen Ablassschlauch oder durch Auskippen des Behältnisses.

Saugleistung

Die Saugleistung ist abhängig von dem erzeugten Unterdruck und der Luftmenge, die den durch Staubsauger strömt. Diese beiden Größen müssen optimal aufeinander abgestimmt werden. Je größer die Saugöffnung ist, desto mehr Luft kann durch strömen, aber desto geringer wird der Unterdruck. Der Unterdruck wiederum erreicht sein Maximum bei einer minimalen Saugöffnung. Darüber hinaus beeinflusst die Motorleistung (Watt) die Saugleistung, ebenso wie die Qualität und der Zustand der Filter, Füllmenge des Staubsaugerbeutels und wie leicht die Luft einzelne Teile des Saugers (Saugrohr, Schläuche, Saugdüse) passieren kann. Weisen Kupplungen oder Schlauch Undichtigkeiten auf, ist der Sog am Boden ebenfalls geringer.

Bauformen

Kesselsauger

Kesselsauger
Abbildung 5: Kesselsauger

Das Gehäuse besteht aus einem mehr oder weniger hohen rollbaren Zylinder. Oftmals handelt es sich um eine Kombination aus Nass- und Trockensauger. Die Saugdüse ist an einer Teleskopstange angebracht. Kesselsauger sind ergonomisch und leicht zu bedienen. Es gibt für sie eine große Auswahl an Zubehör, beispielsweise Wassersaugdüsen oder Bürstwalzen, die durch einen Luftstrom gedreht werden. Für Kesselsauger sind verschiedene Filter erhältlich.

Rückenstaubsauger

Der Rückenstaubsauger hat ein Tragegestell, mit dem er auf den Rücken geschnallt werden kann (Abbildung 6). So kann an schwer zugänglichen Stellen wie Treppenhäusern, Stuhlreihen oder auch engen Kajüten auf einem Schiff einfacher gesaugt werden.

Handstaubsauger

Bei diesen Geräten ist das Gehäuse mit Motor, Staubsaugerbeutel und Filtern an einem Handgriff angebracht. Unten am Staubsauger befindet sich das Saugrohr. Zwar sind sie relativ leicht, aber weniger handlich als Bodenstaubsauger, bei denen nur die Teleskopstange und die Bodendüse bewegt werden.

Rückenstaubsauger
Abbildung 6: Rücken-
staubsauger

Bürstsauger

Das Besondere von Bürstsaugern ist die in den Bürstkopf eingebaute rotierende Walzenbürste, durch die der Flor aufgerichtet und gelockert wird. Dadurch können tiefer liegende Verschmutzungen leichter aufgesaugt werden. Das Ergebnis ist deutlich besser als bei anderen Staubsaugern. Inzwischen werden auch Bürstsauger mit sogenannten Mikro- und Ultrafiltern angeboten. Diese Filter halten auch feinen Staub zurück. Da bei Bürstsaugern (wie beim Handstaubsauger) der Sauger und der Bürstkopf miteinander verbunden sind, sind sie nicht so leicht wie Kesselsauger zu bedienen. Erhältliches Zubehör: Teppich-/Bodendüse, Polster- und Fugendüse, höhenverstellbare Walzenbürste. Für Hochflor- und geknüpfte Teppiche sind Bürstsauger nicht empfehlenswert. Hier besteht die Gefahr, dass Flor- und Fransenfasern mit aufgesaugt werden. Bei Teppiche mit groben Schlingen (beispielsweise Berberstruktur) können durch Bürstsauger Verfilzungen entstehen. Nadelvlies oder Kugelgarnbeläge wird durch Bürstsauger u. U. aufgeraut. Dadurch verschleißen die Bodenbeläge schneller. Bodenbeläge, die sich stark elektrostatisch aufladen, sind ebenfalls nicht für Bürstsauger geeignet → Teppiche.

Akkusauger

Sie sind die kleinsten Geräte, die sich zum Aufsaugen von kleineren Verschmutzungen eignen.

Staubsaugerroboter

Der Traum eines jeden, der viel Fläche zu saugen hat: ein Roboter, der diese lästige Arbeit übernimmt. Aber was für uns sehr einfach ist, ist für eine Maschine sehr schwer umzusetzen. Woher weiß die Maschine, wo der Raum endet und wo etwas im Weg steht? Wie erfährt der Roboter, wo schon gesaugt ist und wo nicht und wie klappt das mit der Stromversorgung? Es gibt Roboter, die bei einer Kollision einfach die Richtung ändern (dengeln), andere besitzen Infrarot- oder Ultraschall-Sensoren, die die Lage von Gegenständen im Raum ermitteln. Andere Roboter besitzen eine Deckenkamera, mithilfe derer sich der Saugroboter im Raum orientieren und systematischer fortbewegen kann. Einen Schritt weiter geht die systematische Navigation, bei der die zu saugende Fläche Bahn für Bahn bearbeitet wird. Umgesetzt wird diese Routenführung z. B. mit einem Lagesensor (Gyro), der Drehbewegungen und die Änderung der Fahrtrichtung ermittelt sowie einer Deckenkamera. Andere Modelle arbeiten mit Lasernavigation. Bei ungenügender Beleuchtung navigieren einige Saugroboter deutlich schlechter und lassen auch schon mal Flächen aus [1]. Bei einem Modell sollen integrierte Infrarotlichter für eine bessere Ausleuchtung im Dämmerlicht sorgen [2].

Bei Haushaltsrobotern wird die Stromversorgung über einen Akku gelöst, denn auch herumliegende Kabel sind für Roboter ein Hindernis. Die meisten Modelle können nach getaner Arbeit selbstständig die Ladestation aufsuchen und sich neu aufladen. Bis auf wenige Ausnahmen befinden sich an der Unterseite der Staubsaugerroboter eine oder mehrere Bürsten, die den Schmutz aus den Fasern holen. Dieser wird angesaugt und in einem Schmutzbehälter gesammelt. Weitere Ausstattungen sind beispielsweise: Schmutzsensoren, Filter, Sprachansagen in verschiedenen Sprachen oder eine Absturzsensorik, die das Abstürzen an Treppen verhindert. Es gibt Saugroboter, die eine Zeitprogrammierung erlauben oder die konzentrierte Reinigung in einem kleinen Bereich sowie Handsteuerung. Viele Staubsaugerroboter können per Fernbedienung oder Smartphone bedient werden. Mit dem Smartphone lässt sich teilweise auch der Reinigungsfortschritt aus der Ferne verfolgen.

Schwierig bleibt: Ecken werden mehr oder weniger gut gesaugt. Unter Möbeln, die nicht unterfahren werden können, sammelt sich der Staub und herumliegende Kabel können sich in Kantenbürsten verfangen. Die Geräuschkulisse beim Arbeiten empfinden einigen Menschen als ausgesprochen störend. Bisher reicht die Saugleistung auf Teppich auch noch nicht an einen herkömmlichen guten Bodenstaubsauger heran [1].

Professionelle Saugroboter

Es gibt Saugroboter nicht nur für Privathaushalte, sondern auch für den professionellen Einsatz. Diese Roboter sind mit deutlich mehr Leistung, Saugvolumen und stärkeren Akkus ausgestattet. Professionelle Saugroboter können in verschiedenen Betriebsarten genutzt werden. Die Geräte lassen sich per Hand führen oder fahren selbstständig die Flächen ab. Bewegen sie sich automatisch, müssen sie „wissen“, wo sie langfahren sollen und bei Bedarf Personen Platz machen, bzw. anhalten. Beim autonomen Fahren besteht die Möglichkeit, dass der Saugroboter durch Sensoren Gegenstände oder auch Wände erkennt und eine Karte der Räumlichkeiten erstellt. Dieser Modus ist aber nicht effektiv. Besser ist es dem Saugroboter eine Route einzugeben, nach der später gesaugt wird. Bei diesem „Mapping“ wird der gewünschte Fahrtweg einprogrammiert und Bereiche ausgespart, die nicht gesaugt werden sollen, oder können. So sind diese Saugroboter aufgrund ihrer Größe nicht in der Lage unter Tischen oder Sitzgelegenheiten zu saugen. Es bleiben deshalb Flächen, die mit der Hand nachbearbeitet werden müssen. Der große Vorteil eines Saugroboter ist, dass er auch nachts eingesetzt werden kann. Zu Beginn wird der Saugroboter an einen Startpunkt geführt, von dem aus der Roboter die eingegebene Route abfährt. In einer Schicht schafft ein solcher Roboter bis zu 5000 m2. Der Akku lässt sich bei Bedarf tauschen und so der Einsatzzeitraum verlängern. Wie viele andere Geräte, ist der Saugroboter vernetzt. Das erlaubt, u. a. die Leistung des Roboters online zu überwachen. Updates werden per Fernwartung auf den Roboter durchgeführt. Aus Sicherheitsgründen ist hier eine vorherige Eingabe eines PIN-Codes am Gerät notwendig.

Zentralstaubsauger

Bei einem Zentralstaubsauger wird ein zentrales Gerät beispielsweise im Keller oder einen Nebenraum montiert. Von ihm aus geht ein Rohrsystem in jedes Zimmer und endet dort mit einer Saugsteckdose. Statt mit dem Staubsauger von einem Zimmer zum nächsten zu fahren, wird ein flexibler Schlauch mit Staubsaugerdüse an die Dose angeschlossen. Die angesaugte Luft wird zum Zentralstaubsauger transportiert, dort vom Staub befreit und die Abluft ins Freie geblasen. Zentralstaubsauger funktionieren wie → beutellose Staubsauger nach dem Zyklonprinzip. Die Leistung des Zentralsaugers muss an die Wohnfläche angepasst werden, damit in jedem Raum ein ausreichender Unterdruck zum Staubsaugen vorhanden ist.

Weitere Themen

Bodenstaubsauger von Innen Beutellose Staubsauger

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Interessante Links

Sie verlassen die Internetseite Das virtuellen Staubsauger Museum: http://www.hangar.ch. Zugriff 10.10.2017
Sie verlassen die Internetseite Artikel über Staubsaugerroboter. Zugriff 10.10.2017
Sie verlassen die Internetseite Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena): EU-Energielabel. Zugriff 10.10.2017

Quellen:

[1] Sie verlassen die Internetseite Stiftung Warentest (2017) (Hrsg.): Saugroboter im Test: Das leisten auto­nome Staubsauger. Zugriff 11.10.2017
[2] Sie verlassen die Internetseite Stiftung Warentest (2017) (Hrsg.): Saugroboter Dyson 360 Eye: Fleißig, aber teuer. Zugriff 11.10.2017
Sie verlassen die Internetseite Miele & Cie. KG: Saugroboter. Zugriff 10.10.2017
Sie verlassen die Internetseite Miele & Cie. KG: Warum können Miele Saugroboter mehr als andere? Zugriff 10.10.2017
Sie verlassen die Internetseite Ben Schwan: Koreanisch-deutscher Staubsaugerroboter. Heise Zeitschriften Verlag, 03.06.2014
Sie verlassen die Internetseite iRobot Corporation: Lernen Sie die Roomba®-Familie der Staubsaugroboter kennen. Zugriff 11.10.2017
Sie verlassen die Internetseite Vorwerk Deutschland Stiftung & Co. KG: Kobold VR200 Saugroboter. Zugriff 11.10.2017
Sie verlassen die Internetseite LG Electronics: HomBot Square mit Dual-Eye 2.0 für eine intelligente und komfortable Reinigung. Zugriff 11.10.2017
Sie verlassen die Internetseite Diversey Deutschland GmbH & Co. oHG: Ich bin TASKI Intellibot. Zugriff 10.10.2017
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Sie verlassen die Internetseite Nilfisk: Zubehörkatalog Nilfisk Gewerbesauger. Zugriff 11.10.2017
Sie verlassen die Internetseite Reinigungsberater: Cleanfix BS 360 C Bürstsauger. Zugriff 11.10.2017
Sie verlassen die Internetseite Alfred Kärcher Vertriebs-GmbH: Teppichbürstsauger CV 38/2 Adv. Zugriff 11.10.2017
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Sie verlassen die Internetseite Elektroanlagen Gerd Wießner: Vorteile einer Zentralstaubsaugeranlage - Anlage ZSA. Zugriff 10.10.2017
Sie verlassen die Internetseite Zentralstaubsauger, c.a.s.a.l.i. GmbH
Martin Lutz: Praxisleitfaden Gebäudereinigung, Fachwissen kompakt. 2014
Andreas Carl: Teppichböden und ihre Reinigung, Zeitschrift rhw management. 2| 2011
Kärcher Academy: Grundlagen der Reinigung. Alfred Kärcher GmbH & Co. KG. 2010
Gebrauchsanweisung Bodenstaubsauger S 200 electronic, S 220 electronic, S 220 Turbotronic, S 250 supertronic, S 300 electronic, Fakir Hausgeräte
Mitschek (Hrsg.), Haushaltstechnik, Bildungsverlag EINS. 2003
Christoph Glauser; Einfach blitzsauber: Die Geschichte des Staubsaugers. 2001
Georg Schnurer, Saubermänner 24 Saugroboter von 200 bis 1150 Euro im Test, c't Magazin für Computertechnik. 18/2011
Besuch der CMS 2017 in Berlin

Ausführliche Quellenangaben



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