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Kunstharzboden

Kunstharz wird beispielsweise für stark belastete Industrieböden eingesetzt. Aber auch im Privatbereich werden Böden in Garagen oder Bäder mit Kunstharz versiegelt. Für die Beschichtung wird das Kunstharz auf einen bestehenden Boden wie beispielsweise Estrich, Beton, Fliesen, Klinker oder auch Holz aufgebracht. Das Kunstharz ist zunächst fließfähig, wird gleichmäßig verteilt und härtet später aus. Die Aushärtungszeit ist unterschiedlich, bei Acrylharz (PMMA) soll bereits nach zwei Stunden der Boden wieder belastbar sein. Die Oberfläche kann matt, glänzend oder transparent sein, auch verschiedene Farben sowie unterschiedliche Musterungen sind möglich. Darüber hinaus kann die Oberfläche ruschhemmend ausgeführt werden.

Kunstharz

Ein Vorteil von Kunstharz ist die hohe Festigkeit, was sich beim Entfernen als Nachteil erweisen kann. Deshalb sollte man vor der Entscheidung klären, welche Möglichkeiten es gibt, den Belag wieder zu beseitigen.

Für einen Kunstharzboden kommen verschiedene Materialien zum Einsatz. Gängige Materialien sind:

Material Kurzzeichen
Polymethylmethacrylat (auch Acrylharz) PMMA
Epoxidharz EP
Polyurethan PU/PUR

Eigenschaften

Punkt Bodenbelag ist fugenfrei,
Punkt rutschhemmend von R9 bis R13,
Punkt belastbar,
Punkt hygienisch,
Punkt wasserdicht,
Punkt leicht zu pflegen.

Allerdings unterscheiden sich die Kunstharze in ihren Eigenschaften. Welches Material zur Verwendung kommt, hängt vom Untergrund, dem Einsatzgebiet und den gewünschten Merkmalen ab.

Polymethylmethacrylat (PMMA)

Schichtdicke liegt zwischen 4 bis 8 mm,
nach zwei Stunden belastbar,
bis zu einer Temperatur von 60 °C dauerbelastbar,
beständig gegen Chemikalien wie Säuren und Laugen,
beständig gegen Öle, Fette und übliche Reinigungsmittel,
witterungsbeständig,
Ruschhemmung zwischen R10 und R13 möglich,
für den Lebensmittelbereich wie Bäckereien und Küchen zugelassen.

Epoxidharz (EP)

Begehbar nach etwa 48 Stunden,
vollständig ausgehärtet nach etwa sieben Tagen,
hohe mechanische Belastbarkeit,
langlebig,
frei von Lösemitteln,
Ruschhemmung zwischen R9 und R13 möglich,
geeignet für z. B. Tiefgaragen, Gewerbeküchen, Metzgereien.

Polyurethan (PUR)

bleibt elastisch,
einfach zu pflegen,
UV beständig,
mittlere mechanische Belastbarkeit,
trittschalldämmend,
frei von Lösemitteln,
Ruschhemmung zwischen R9 und R13 möglich,
ist z. B. für Flure, Schulen und Kindergärten geeignet.

Reinigung

Da die Beschaffenheit der Kunstharze unterschiedlich ist, sollte vor der Reinigung die Art des Kunstharzes bekannt sein. Wie bei allen Böden gilt, dass der Eintrag von Schmutz durch → Sauberlaufsysteme so weit wie möglich reduziert werden sollte.

Grundsätzlich können Kunstharzböden trocken mit Besen, Staubsauger oder → staubbindendem Wischen gereinigt werden. Beim Fegen sorgen Kehrspäne dafür, dass der Staub gebunden wird [4]. Ebenso ist eine maschinelle Reinigung mit → Einscheibenmaschine oder → Scheuersaugmaschine möglich. Für kleinere Fläche kann die Nassreinigung mit Breitwischgerät durchgeführt werden [1].
Richten sie sich bei den Reinigungsmitteln nach den Empfehlungen der Hersteller. Zur Reinigung von Acrylharzböden lassen sich übliche Reinigungsmittel einsetzen, sofern sie Lösungsmittelfrei sind. Die Lösungsmittel lösen die Oberfläche an und schädigen diese. Für 2-Komponenten-Acrylharzbodenbeläge werden pflegende Seifenreiniger bzw. Wischwachsemulsionen empfohlen [2].
Bei EP- und PUR-Bodenbeschichtungen ist eine Erstpflege empfehlenswert. Diese Schicht schützt vor Schäden und vereinfacht die Unterhaltsreinigung [3]. Für unbehandelte oder hochglänzende Epoxidharzböden sollten die eingesetzten Reinigungsmittel keine Rückstände auf dem Boden hinterlassen, während für beschichtete Epoxidharzböden keine hoch dosierten alkalischen Reinigungsmittel eingesetzt werden sollten [1]. Sind in den Epoxidharzboden Farbchips eingelassen, könnten diese durch hohe mechanische Belastung herausgelöst werden [4].

Grundreinigung

Bei Böden auf Acryl-Basis können lösungsmittelfreie Grundreiniger, pur oder max. 1:2 verdünnt eingesetzt werden. Anschließend wird das Schmutzwasser entfernt und die Oberfläche mit klarem Wasser nachgespült. Zum Schluss kann eine Schutzschicht aufgebracht werden, die bei Bedarf auch rutschhemmend sein kann [2].
Die Grundreinigung einer EP- und PUR-Bodenbeschichtung erfolgt mit Hilfe eines alkalischen Grundreinigers. Für die Reinigung dürfen keine scheuernden Pads oder Bürsten eingesetzt werden. Nach der erfolgreichen Grundreinigung wird das Schmutzwasser aufgenommen und die Oberfläche mit klarem Wasser nachgespült. Zum Schluss erfolgt eine erneute Erstpflege [3].
Um Schäden am Boden zu vermeiden wird von dem Einsatz von Hausmitteln abgeraten [1].

Interessante Links

Sie verlassen die Internetseite Video: Garagenboden mit Epoxidharz beschichten - 55qm Betonboden versiegeln, 11.01.2020
Sie verlassen die Internetseite Video: Metallic Floor im Badezimmer | Epoxidharz Bodenbeschichtung, 27.01.2020

Quellen

[1] Sie verlassen die Internetseite Christopher Prüfer (Hrsg.): Epoxidharzboden reinigen. Zugriff am 29.10.2020
[2] Sie verlassen die Internetseite FELLNER Bodensysteme (Hrsg.): Pflegeanleitung für Gewerbe- und Industriebödenauf Acryl-Basis. Zugriff am 29.10.2020
[3] Sie verlassen die Internetseite FELLNER Bodensysteme (Hrsg.): Reinigungskonzept für versiegelte EP- und PUR-Bodenbeschichtungen. Zugriff am 29.10.2020
[4] Sie verlassen die Internetseite QQ Qualified Quality GmbH (Hrsg.): Unterhaltsreinigung: Epoxidharz. Zugriff am 29.10.2020
Sie verlassen die Internetseite Hans G. Held Industrieböden Beratungs- und Vertriebs GmbH (Hrsg.): Held Industrieboden – wir machen den Unterschied! Zugriff am 29.10.2020
Sie verlassen die Internetseite HUP Service (Hrsg.): Epoxidböden. Zugriff am 29.10.2020
Sie verlassen die Internetseite FELLNER Bodensysteme (Hrsg.): Welche Systembasis ist für Ihren Kunstharzboden geeignet? Zugriff am 29.10.2020
Sie verlassen die Internetseite M15 Internetdienstleistungen GbR (Hrsg.): Frisches oder an- und ausgehärtetes Kunstharz entfernen. Zugriff am 30.10.2020

Ausführliche Quellenangaben



Startseite | Impressum |  Letzte Aktualisierung:  31.10.2020