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Honig

Honig ist ein von Bienen erzeugtes Naturprodukt. Arbeitsbienen (Apis mellifica) sammeln aus Blüten aufgesaugten Nektar und andere an lebenden Pflanzenteilen vorkommende süße Säfte, verarbeiten sie in ihrem Honigmagen und scheiden ihn in die Waben ab, wo er gesammelt wird und später der Ernährung junger Bienen und als Wintervorrat dient. Frischer Honig ist ein klarer zähflüssiger Sirup, der sich erst mit der Zeit eintrübt und schließlich zu einer mehr oder weniger flüssigen Masse erstarrt.

Honig besteht zu etwa 80 % aus verschiedenen Zuckerarten, insbesondere Fructose (27,3-44,4 %), Glucose (22-40,8 %), Maltose (2,7-16 %) und Saccharose (1,7-3,0 %) sowie 18 % Wasser. Die restlichen 2 % bestehen aus organischen Säuren, Enzymen und Mineralstoffen.
Im Gegensatz zu Haushaltszucker hat Honig verschiedene Aromen. Die Aromastoffe stammen von den Ausgangsprodukten, z. B. verschiedene Blütennektare oder Honigtau.

Honigarten

Es werden verschiedene Honigarten unterschieden, je nach Herkunft des Honigs, Art der Gewinnung und Verwendungszweck.

Herkunft

Blüten- oder Nektarhonig

Dieser Honig stammt vollständig oder überwiegend aus Blütennektar.

Spezielle Honigsorten: Je nach Blütenart, von denen der größte Teil des Nektars gesammelt wurde und die das Aroma des Honigs bestimmen, werden verschiedene Honigsorten unterschieden (Beispiele): Akazienhonig, Heidehonig, Kleehonig, Lindenhonig, Rapshonig, Tannenhonig, Waldhonig.

Honigtauhonig

Der Honig stammt von Sekreten, die von an Pflanzen lebenden Insekten oder von Sekreten, die von der Pflanze selbst abgegeben werden. Honigtau ist ein zuckerhaltiger Saft, der von vielen Blattläusen, Schildläusen und Blattflöhen ausgeschieden wird.

Gewinnung

Waben- oder Scheibenhonig

Der Honig wird in ganzen oder in geteilten Waben in den Handel gebracht.

Tropf- oder Leckhonig

Hier wird der Honig durch Austropfen aus den Waben gewonnen.

Schleuderhonig

Der Honig wird durch Zentrifugieren aus den Waben geschleudert.

Presshonig

Hier wird der Honig kalt (Presshonig) oder mit geringer Erwärmung - bis 45 °C - (Seimhonig) ausgepresst.

Verwendungszweck

Backhonig wird für industrielle Zwecke oder für die spätere Weiterverarbeitung produziert.

Anforderungen

Laut Sie verlassen die Internetseite Honigverordnung dürfen Honig keine weiteren Stoffe zugefügt werden. Es dürfen aber auch keine honigeigenen Stoffe entzogen werden, es sei denn, es ist beim Entfernen der honigfremden Stoffe unvermeidbar. In den speziellen Anforderungen der Honigverordnung werden die Gewichtsanteile der Inhaltsstoffe bestimmt, die im Honig enthalten sein dürfen.

Energie

Der Energiegehalt von Honig kann nur für einzelne Honigsorten angegeben werden, da die Gewichtsanteile der verschiedenen Zuckersorten je nach Honig schwanken. Honig wird wegen seines Aromas meist sparsamer verwendet als Haushaltszucker.

Brennwert eines Blütenhonigs: 1 g = 3,02 kcal = 12,83 kJ

Gesundheit

Honig hat dieselben Auswirkungen auf die Zahngesundheit wie Zucker, es ist deshalb kein alternatives Süßungsmittel für Kinder.
In Honig wurden Sporen von → Clostridium botulinum gefunden. Die im Darm auskeimenden Bakterien produzieren Neurotoxine, die insbesondere bei Kindern die Krankheit Botulismus auslösen können.


Quellen:

Sie verlassen die Internetseite van der Vorst MM, Jamal W, Rotimi VO, Moosa A.: Infant botulism due to consumption of contaminated commercially prepared honey. First report from the Arabian Gulf States, Med Princ Pract. 2006;15(6):456-8
Sie verlassen die Internetseite Honigverordnung (HonigV), Ausfertigungsdatum: 16.01.2004
Prof. Dr. A. Beythien und Ernst Dreßler (HG ), Mercks Warenlexikon. 1920
Prof. Dr. Georg Schwedt: Zuckersüße Chemie, Kohlenhydrate & Co, 2010
Urania Tierreich in sechs Bänden: Insekten, 1989

Ausführliche Quellenangaben


Startseite | Impressum |  Letzte Aktualisierung:  15.05.2016