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Getränke

GetränkeWasser und Getränke sind elementare Bestandteile der menschlichen Ernährung. Der menschliche Körper besteht bis zu 60 % aus Wasser. Das → Wasser befindet sich in den Zellen, zwischen den Zellen und in den Blutgefäßen. Es wird als Transport- und Lösungsmittel, als Reaktionsstoff für chemische Reaktionen im Körper sowie als Baustoff und Wärmeregulator verwendet. Aus diesem Grund kann der menschliche Körper nur ca. drei Tage ohne Flüssigkeit leben. Im Durchschnitt sollte eine erwachsene Person 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen. Die Menge ist jedoch davon abhängig wie schwer sich die Person körperlich betätigt, wie trocken oder heiß das Klima ist und wie viel die Person über die Haut, die Lunge, den Harn oder den Kot ausscheidet.
Nach der Nationalen Verzehrsstudie II von 2008 ist Wasser das meist verzehrte Getränk, dicht gefolgt von Kaffee und Tee, dahinter reihen sich Säften und Limonaden.

Wasser

Wasser­art Erklärung Be­sonder­heit
Natürliches Mineral­wasser Ein natürliches Mineralwasser muss aus unterirdischen Wasservorkommen stammen, direkt am Quellort abgefüllt werden und benötigt eine amtliche Anerkennung. Mineralwasser enthält die natürlich vorkommenden Mineralien und Spurenelemente. Ein natürliches Mineralwasser muss als solches deklariert werden. Darüber hinaus sind Angaben zu den charakteristischen Bestandteilen auf dem Etikett zu finden (Analyseauszug). Da es in Deutschland viele verschiedenen Quellen gibt, die aus unterschiedlichen Gesteinsschichten bestehen, hat jedes Mineralwasser eine andere Mineralstoff-Zusammensetzung. Wird in „Still“, „Medium“ oder „Klassisch“ angeboten. Ein hoher oder niedriger Gehalt an Mineralien wird gekennzeichnet. So enthält ein Wasser, das für die natriumarme Ernährung geeignet ist, weniger als 20 mg Natrium pro Liter Wasser.
Quell­wasser Ein Quellwasser stammt aus unterirdischen Wasservorkommen. Es muss genau wie das Mineralwasser direkt am Quellort abgefüllt werden. Quellwasser benötigt keine amtliche Anerkennung, muss jedoch die für Trinkwasser geltenden Kriterien einhalten. Die Angaben auf einem Quellwasser dürfen nicht zu einer Verwechslung mit einem natürlichen Mineralwasser führen.
Tafel­wasser Ein Tafelwasser darf aus normalem Trinkwasser und / oder natürlichem Mineralwasser hergestellt werden. Darüber hinaus darf Tafelwasser Meerwasser, natürliches, salzreiches Wasser (Natursole), Natriumchlorid und Magnesiumchlorid enthalten. Weißt ein Tafelwasser einen Natriumhydrogencarbonatgehalt von mindestens 570 Milligramm auf und enthält Kohlensäure, darf es als „Sodawasser“ bezeichnet werden. Die Angaben auf einem Tafelwasser dürfen nicht zu einer Verwechslung mit einem natürlichen Mineralwasser führen.
Es sind keine Herkunfts­angabe notwendig
Heil­wasser Ein Heilwasser ist ein frei verkäufliches Arzneimittel und muss als solches zugelassen werden. Die Heilwirkung des Wassers muss wissenschaftlich nachgewiesen sein und beruht in der Regel auf einem natürlichen Gehalt bestimmter Mineralien. Trotzdem es sich nicht um ein Lebensmittel handelt, steht es im Lebensmitteleinzelhandel bei den natürlichen Mineralwässern. Heilwasser zählt zu den Arztneimitteln.
Wasser plus Frucht­saft oder Aromen „plus“ Eine Mischung aus Mineral- oder Tafelwasser und Zusätzen aus Fruchtsäften oder -aromen. Oft ist es schwer zu definieren, ob es sich um eine Schorle, ein Fruchtsaft­getränk oder Wasser handelt.

Entstehung von Mineralwasser

Das Regenwasser sickert durch verschiedene Bodenschichten und wird durch Kies-, Sand- und Gesteinsschichten gefiltert. Die sich im Boden befindenden Mikroorganismen reinigen das Wasser zusätzlich. Während des Filterprozesses lösen sich → Mineralstoffe aus den Steinen. Der Mineralstoffgehalt ändert sich dementsprechend von Quelle zu Quelle und ist davon abhängig, durch welches Gestein das Wasser gesickert ist.

Chlorid-Wasser: hier ist das Wasser durch sehr salzreiche Böden geflossen. Wenn dabei gleichzeitig Natrium aufgenommen wurde, schmeckt es salzig.
Sulfat-Wasser: das Wasser ist durch sehr gipshaltige Böden geschwemmt worden und schmeckt dadurch eher süßlich bis leicht bitter.
Hydrogencarbonat-Wasser: das Wasser ist durch sehr kalkhaltige Gesteinsschichten geschwemmt worden und schmeckt dadurch eher neutral.

Vorsicht: Nicht für jeden Menschen ist jedes Wasser gleich gut geeignet! Wasser mit hohem Chlorid- und Natriumgehalt sollten von Personen, die an Bluthochdruck leiden, und Nierenkranken gemieden werden!

Als kalziumhaltig gilt → Wasser, das mehr als 150 mg → Kalzium pro Liter enthält. Kalziumreiches Mineralwasser kann besonders interessant für die Ernährung von Veganern sein, da sie kein Kalzium über → Milch und Milchprodukte aufnehmen können. Auch Menschen, die keine Milchprodukte vertragen, sollten auf besonders kalziumreiches Mineralwasser achten.

Kalziumgehalt im Vergleich

Carolinen Mineralwasser Medium, Bielefeld: 421,0 mg/l (besonders hoher Kalziumgehalt).
Gerolsteiner Mineralwasser medium, Gerolstein: 348,0 mg/l (mittlerer Kalziumgehalt).
Volvic, stilles Mineralwasser, Frankreich: 12,0 mg/l (geringer Kalziumgehalt).

Sie verlassen die Internetseite Liste kalziumreicher Mineralwässer der Osteoporose Selbsthilfegruppen Dachverband e. V.

Kaffee

KaffeebohnenDefinition: Unter Kaffee versteht man ein Heißgetränk aus gerösteten und gemahlenen Kaffeebohnen, das mit heißem Wasser aufgegossen wird.

Sorten

Röstkaffee: Je nach Röstart kann das Aroma des Kaffees variieren. Der Kaffee wird gemahlen oder als ganze Bohnen angeboten.
Säurearmer Kaffee: Der Säuregehalt von Kaffee kann durch die Wahl der Kaffeebohnen und des Röstverfahrens reduziert werden. Einem „mild behandelten Kaffee“ werden durch ein spezielles Verfahren die Säuren entzogen. Beide Kaffeesorten sind bekömmlicher für den Magen, die anregende Wirkung des Kaffees bleibt jedoch erhalten.
Instantkaffee: Der Instantkaffee wird mit heißem Wasser übergossen und ist sofort trinkfertig. Bei der Herstellung wird aus einem konzentrierten Kaffeeaufguss mittels Gefriertrocknung oder Hitzetrocknung das Wasser entzogen. Durch das Verfahren ist es möglich den Instantkaffee zusätzlich mit Milchpulver, → Zucker und anderen Aromastoffen zu versetzten.
Entkoffeinierter Kaffee / Schonkaffee: Dem Kaffee wird das Koffein entzogen, die anregende Wirkung des Kaffees bleibt deshalb aus. Als entkoffeinierter Kaffee gilt, wenn höchstens ein Gramm Koffein in einem Kilogramm Kaffeetrockenmasse enthalten ist [6].
Kaffee-Ersatz: Kaffee-Ersatz ist ein Aufgussgetränk, dass ähnlich wie Kaffee schmecken soll. Als Rohstoffe kommen zuckerhaltige Wurzeln wie Zichorie, Möhre und Rübe, zuckerreiche Früchte wie Feigen und Johannisbrot, stärkehaltige Früchte und Samen wie Gerste, Roggen und Eicheln oder auch gemälzte Getreide wie Gersten- und Roggenmalz in Frage. Auch Kartoffeln eignen sich zur Herstellung von Kaffee-Ersatz. Das Ausgangsmaterial wird gereinigt, unerwünschte Pflanzenteile entfernt und anschließend geröstet und gemahlen. Kaffee-Ersatz wird genau wie Kaffee mit heißem Wasser zubereitet, enthält aber kein Koffein [5,8].
Pilzkaffee: Eine Besonderheit ist das Trendgetränk Pilzkaffee. Hierfür werden löslichem Kaffee aus Kaffeebohnen Pilzextrakte zugesetzt. Statt Speisepilzen wie Champignons werden z. B. Sie verlassen die Internetseite Schiefer Schillerporling, Sie verlassen die Internetseite Schmetterlings-Tramete, Sie verlassen die Internetseite Glänzender Lackporling, Sie verlassen die Internetseite chinesischer Raupenpilz und Sie verlassen die Internetseite Igel-Stachelbart (auch Affenkopfpilz und Löwenmähne genannt) verwendet. Pilzkaffee enthält weniger Koffein als „normaler“ Kaffee und schmeckt weniger bitter. Dem Heißgetränk werden viele positive gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Allerdings sind laut Bundesverband der Verbraucherzentralen diese Eigenschaften wissenschaftlich nicht nachweisbar. Für die Zubereitung wird das Pilzkaffeepulver mit heißem Wasser aufgegossen [2,3,4].

Wirkung: Durch das im Kaffee enthaltene Koffein tritt nach 20-30 Minuten nach dem Kaffeekonsum eine anregende Wirkung auf. Die Harnausscheidung wird ebenso wie das Herz-Kreislaufsystem angeregt.
Wird zu viel Kaffee aufgenommen, können Schlaflosigkeit und Übererregbarkeit die Folge sein. Schwangere und Stillende sollten darauf achten, dass Kaffee auch eine verstärkte Wirkung auf das Neu-/Ungeborene hat.

Zubereitung: Je nach gewünschter Stärke des Kaffees werden pro Tasse 6-8 g Kaffeepulver verwendet und mit heißem Wasser überbrüht.

Tee

Definition: Unter dem Begriff „Tee“ lassen sich alle Tee- und teeähnlichen Erzeugnisse unterordnen. Dabei stammt der eigentliche „Tee“ (Schwarztee, Grüner Tee und Weißer Tee) von dem immergrünen Teestrauch, Kräuter-, Früchte und Rooibostees werden den teeähnlichen Erzeugnissen zugeordnet. Grüner Tee, Schwarzer Tee und Weißer Tee haben alle den gleichen Ursprung, unterscheiden sich lediglich durch die Art der Herstellung.

Sorten

Schwarzer Tee: Um einen schwarzen Tee zu erhalten, werden die Teeblätter fermentiert und anschließend getrocknet. Die Güte des Tees richtet nach dem Zeitpunkt der Ernte und den verwendeten Blättern. So ergeben die obersten, nicht entrollten Spitzentriebe (golden Tips), der ersten Ernte (first flush) einen aromatischen, nicht sehr kräftigen Tee. Wohingegen die etwas größeren Blätter (Flowery Orange Pekoe) der zweiten Ernte (second flush) einen kräftigeren Geschmack ergeben. Tee wird in verschiedenen Gebieten angebaut, zu den bekanntesten gehören Assam, Darjeeling und Ceylon. Außerdem gibt es Teemischungen wie z. B. die Ostfriesische und Englische Mischung und aromatisierte Tees wie Earl Grey Tee. Das Aroma erhält Earl Grey durch Bergamotteöl. Schwarzer Tee enthält Koffein (mindestens 1,5 % Koffein in der Trockenmasse) [7].
Grüner Tee: Um grünen Tee zu erhalten, wird durch dämpfen (Japan) oder rösten (China) eine Fermentierung verhindert, die grünen Blätter bleiben unfermentiert. So behalten die Teeblätter ihre grüne Farbe. Grüner Tee enthält Koffein.
Weißer Tee: Die Blattauswahl ist anders als bei Grün- und Schwarztee, es werden vornehmlich junge Teeknospen mit noch weißem Flaum verwendet. Der Tee wird nicht fermentiert. Weißer Tee hat nach dem Aufguss eine helle Farbe und einen milden Geschmack. Ebenso wie schwarzer und grüner Tee enthält weißer Tee Koffein.

Teeähnliche Erzeugnisse

Teeähnliche Erzeugnisse werden wie Tee verwendet, stammen jedoch nicht vom Teestrauch, sondern von anderen Pflanzenteilen [7].

Rooibos Tee: Der Rooibos-Strauch wird der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) zugeordnet und wächst in den Zederbergen (Cederberg Mountains) im Südwesten der Republik Südafrika. Um Tee zu gewinnen werden junge Zweige geerntet und in der Sonne getrocknet. Rooibos Tee enthält kein Koffein.
Kräuter Tee: Durch eine Mischung unterschiedlicher, getrockneter Kräuter, die als Mischung oder einzeln aufgebrüht werden, entsteht ein Kräutertee. Mit Kräutertees können leichte Krankheiten behandelt werden. Einige Kräutermischungen wie „Husten- und Bronchialtee“ oder „Blasen- und Nierentee“ fallen unter das Arzneimittelgesetz, während Kamillentee auch frei als Lebensmittel verkäuflich ist. Zu den Kräutertees gehören Pfefferminz-, Lindenblüten-, Fenchel- und Anistee.
Früchte Tee: Früchtetee besteht aus einer Mischung verschiedener getrockneter Früchte wie Apfel, Hibiskus, Hagebutte und Zitronen-/Orangenschalen.

Zubereitung: Pro Tasse wird etwa ein Teelöffel Tee verwendet und mit kochendem Wasser aufgegossen. Für Grünen Tee lässt man das Wasser vor dem Aufguss auf 70-80 °C abkühlen. Am besten bereitet man Tee mit weichem Wasser zu. Die Ziehzeit variiert je nach Sorte. Um eine anregende Wirkung zu erzielen, lässt man Tee kürzer (2-3 Minuten) ziehen, für eine beruhigende Wirkung sollte die Zeit auf 4-5 Minuten verlängert werden. Kräuter- und Früchtetees können bis zu acht Minuten ziehen.

Kakao

KakaoDefinition: Kakao wird aus der getrockneten und fermentierten Kakaobohne gewonnen.

Sorten

Kakao oder Kakaopulver wird je nach Fettgehalt als schwach oder stark entölt bezeichnet. Stark entölte Kakaopulver enthalten weniger als 20 % Kakaobutter in der Trockenmasse, während schwach entölte Sorten mehr als 20 % Kakaobutter enthalten. Der Fettgehalt handelsüblicher Kakaopulversorten liegt zwischen 8 und 24 %. Der Wassergehalt beträgt maximal 9 %. Kakaopulver ist dunkel und schmeckt intensiv nach Kakao.
Schokoladenpulver: Ist eine Mischung aus Zucker und Kakaopulver (mindestens 32 %).
Kakaohaltige Getränkepulver / Instantgetränkepulver: Ist eine Mischung aus Kakaopulver (20 %) und bis zu 80 % Zucker. Zusätzlich kann das Pulver mit Vitaminen, Mineralstoffen und Aromastoffen angereichert sein. Durch ein spezielles Herstellungsverfahren ist es sogar in kalter Milch gut löslich. Bei Kakaogetränkepulver dürfen Zuckeralkohole wie Sorbit und Isomalt zum Süßen verwendet werden (→ Zuckeraustauschstoffe).

Zubereitung: Kakao kann mit → Milch, Wasser oder Sahne warm oder kalt angerührt werden. Je nach verwendetem Produkt muss das Pulver noch mit → Zucker gemischt werden.

Erfrischungsgetränke

Getränkeart Erläuterung
Frucht­saft­getränk Fruchtsaftgetränke bestehen aus Wasser und Fruchtsaft, Fruchtsaftkonzentrat, konzentriertem Fruchtmark oder Mischungen daraus. Die Sie verlassen die Internetseite Leitsätze für Erfrischungsgetränke geben je nach Obstsorte unterschiedlich hohe Fruchtgehalte vor: Bei Zitrusfrüchten oder Mischungen aus Zitrusfrüchten sind es mindestens 6 Gewichtsprozent, bei Kernobst oder Trauben sind es mindestens 30 Gewichtsprozent und bei anderen Früchten 10 Gewichtsprozent. Der Zuckeranteil ist sehr hoch. Der → Mineralstoff- und Vitamingehalt (→ Vitamine) dagegen sehr gering.
Limonaden Limonaden bestehen aus Wasser, Fruchtsaft, Fruchtsaftkonzentrat, Fruchtmark, Fruchtmarkkonzentrat oder Mischungen daraus, Aromaextrakten und/oder natürlichen Aromen. Meist ist noch Zitronensäure zugesetzt. Bei Fruchtlimonaden ist der Fruchtsaftanteil geringer als bei Fruchtsaftgetränken, beträgt jedoch mindestens die Hälfte. Der Gesamtzuckergehalt liegt bei mindestens 7 % [14]. Zur Minderung des Energiegehalts wird der Zucker ganz oder teilweise durch Süßstoff ersetzt. Limonaden können darüber hinaus Zuckerlikör, Molkeerzeugnisse und Farbstoffe wie Beta-Carotin oder Riboflavin enthalten [14].
Brausen Unterscheiden sich von Limonaden nur hinsichtlich ihrer Zusammensetzung. Neben Wasser und Zucker enthalten sie Aromen und/oder Farbstoffe [14]. Aus diesem Grund dürfen keine Früchte auf dem Etikett abgebildet werden (→ Lebensmittelkennzeichnung).
Energy-Drinks Die oft in sehr bunten Verpackungen gehüllten süßen Getränke enthalten neben Koffein oft noch Taurin, Inosit und Glucuronolacton. Energy-Drinks dürfen maximal 320 mg Koffein pro Liter enthalten (dreimal so viel als bei handelsüblicher Cola aber vergleichbar mit einer Tasse Kaffee [1]) Koffein wirkt stimulierend auf das zentrale Nervensystem und erhöht die Herzfrequenz, dadurch sollen sich Menschen wacher und konzentrierter fühlen. Taurin wird zugesetzt, um die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit zu steigern. Oft enthalten Energy-Drinks beträchtliche Mengen Zucker. Vor allem für Kinder ist die hohe Koffeinmenge nicht zu empfehlen.
Schorlen Können aus Direktsaft und Mineralwasser oder Quell-/Tafelwasser hergestellt werden und enthalten zwischen 50 und 60 % Fruchtsaft. Besonders isotonisch ist ein Mischverhältnis von 40 % Fruchtsaft und 60 % Wasser und eventuell eine Prise Salz.

Vorsicht: Viele alkoholfreie Erfrischungsgetränke enthalten viel → Zucker. Der tägliche Flüssigkeitsbedarf sollte aus diesem Grund lieber mit ungesüßten Tees, Wasser und isotonischen Schorlen gedeckt werden!

Säfte

Getränkeart Erläuterung
Saft / Direktsaft Besteht aus 100 % Fruchtsaft. Es dürfen keine Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder andere Zusätze hinzugefügt werden. Es ist möglich den Saft aus Fruchtsaftkonzentrat und Wasser herzustellen.
Nektar Ein Fruchtnektar besteht aus Fruchtsaft, Fruchtmark, Wasser und Zucker oder Honig. Der Fruchtanteil liegt zwischen 25 und 50 %. Besonders aus sauren Früchten wie z. B. Kirschen wird Fruchtnektar hergestellt, da mehr Zucker hinzugegeben werden darf.
Smoothies Ursprünglich stammen Smoothies aus den Vereinigten Staaten, wo bereits in den 1960er Jahren pürierte Fruchtsnacks zubereitet wurden [16]. „Smooth“ kommt aus dem englischen und bedeutet „geschmeidig“, „sämig“, „weich“. Es handelt sich hierbei um ein Mixgetränkt aus püriertem Obst und/oder Gemüse und Wasser. Es soll das tägliche Verzehren von Obst und Gemüse erleichtern. Neben Obst und Gemüse sind teilweise Joghurt, Fruchtsäfte und Eiscreme enthalten. Gelegentlich kann, nach Aussage der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), ein Smoothie mit 200-250 ml zwei Portionen Obst bzw. Gemüse ersetzen. Ein „guter“ Smoothie enthält zur Hälfte gemixte Früchte oder Gemüse, es werden weder Zucker noch Zusatzstoffe hinzugesetzt und das Getränk wird nicht durch Wasserentzug konzentriert. Außerdem sollten keine isolierten Nährstoffen enthalten sein [9]. Da es sich um ein rohes, unerhitztes Produkt handelt, sollte der Smoothie am Tag der Herstellung verzehrt werden.

Vorsicht: Um Trübungen in Fruchtsäften zu entfernen ist es erlaubt → Speisegelatine einzusetzen. Da es sich nicht um einen → Zusatzstoff, sondern um ein Hilfsmittel handelt, muss es nicht auf der Packung deklariert werden. Veganer sollten hier besonders aufpassen.

Häufige Zusätze und → Zusatzstoffe

Chinin: Es wird Lebensmitteln und Getränken aufgrund seines stark bitteren Geschmacks hinzugefügt. Chinin kommt in der Rinde des Chinarindenbaumes vor. Vor allem in „Tonic Water“, „Bitter Lemon“ und „Bitter-Orange“ wird Chinin verwendet. Chinin muss auf dem Etikett und der Getränkekarte gekennzeichnet werden. Bestimmt Personengruppen sollten auf den Verzehr von Chinin verzichten, z. B. Schwangere [10].
Koffein: Koffein regt das zentrale Nervensystem sowie das Herz-Kreislaufsystem an. Da Koffein unangenehme Nebenwirkungen zur Folge haben könnte, dürfen Erfrischungsgetränke höchstens 320 mg Koffein pro Liter enthalten. Ist der Koffeingehalt höher als 150 mg/l müssen die Getränke den Warnhinweis „Erhöhter Koffeingehalt. Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen“ + dem Koffeingehalt pro 100 ml tragen. Vor allem in Cola und Energy-Drinks ist Koffein vorhanden. Bei Eistee darf der Hinweis fehlen, denn die Kennzeichnungsregeln gelten nicht für Getränke, deren Grundlage Kaffee, Tee oder Kaffee- oder Tee-Extrakt sind und bei denen dies aus der Kennzeichnung oder der Aufmachung klar hervorgeht [11].
Taurin: Der körpereigene Stoff entsteht als Abbauprodukt von Aminosäuren. In Lebensmitteln kommt es in Fisch und Fleisch vor. Taurin wird Energy-Drinks zugesetzt und soll die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit steigern. Diese Wirkung ist jedoch wissenschaftlich nicht anerkannt.
Süßungsmittel: Wird in einem Getränk Süßungsmittel wie → Zuckeraustauschstoff oder → Süßstoff verwendet, so muss dies mit der Aufschrift „mit Süßungsmittel(n)“ gekennzeichnet sein. Werden → Zucker und Süßungsmittel verwendet, so muss auf dem Etikett „mit Zucker(n) und Süßungsmittel(n)“ vermerkt sein [12]. Die Energiedichte eines Getränkes kann durch die Verwendung von → Süßstoff verringert werden. Vor allem Menschen mit Übergewicht und Diabetes können so ihre Kalorienzufuhr reduzieren.
Farbstoffe: In Getränken können sowohl natürliche wie künstliche Farbstoffe verwendet werden. Durch die Verwendung von Farbstoffen sehen die Getränke appetitlicher aus und erinnern alleine durch das Aussehen an die im Getränk verwendete „Fruchtart“. Speziell sehr bunte Brausen können mit den synthetischen „Azofarbstoffen“ gefärbt werden. Bei Kindern stehen Azofarbstoffe im Verdacht hyperaktives Verhalten auszulösen [13]. Aus diesem Grund müssen Lebensmittel mit den Azofarbstoffen E 102, E 110, E 122 und E 124 mit dem Hinweis „kann die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen“ versehen werden [15].

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Autorin: Christine Pahmeyer (Bachelor of Science in Ökotrophologie)
Überarbeitet am 10.7.2020 von Urte Paaßen


Interessante Links

Sie verlassen die Internetseite Verordnung über Fruchtsaft, einige ähnliche Erzeugnisse, Fruchtnektar und koffeinhaltige Erfrischungsgetränke (Fruchtsaft-und Erfrischungsgetränkeverordnung - FrSaftErfrischGetrV).
Sie verlassen die Internetseite Verordnung über natürliches Mineralwasser, Quellwasser und Tafelwasser (Mineral- und Tafelwasser-Verordnung).
Sie verlassen die Internetseite Verordnung über Kakao- und Schokoladenerzeugnisse (Kakaoverordnung).
Sie verlassen die Internetseite Verordnung über Kaffee, Kaffee- und Zichorien-Extrakte.
Sie verlassen die Internetseite Kostenloser Download des Merkblatts „Coffee to Go“-Becher. Stand: Februar 2018. Herausgeber: Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V., Bundesverband der Systemgastronomie e. V., Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e. V., DEHOGA Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e. V., Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft e. V., Deutscher Konditorenbund e. V., Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e. V.

Quellen

[1] Sie verlassen die Internetseite Verein zur Förderung ganzheitlicher Gesundheit (Hrsg.): Koffeingehalt in mg – Kaffee, Cola, Tee. Zugriff am 10.12.2018
[2] Sie verlassen die Internetseite Bundeszentrum für Ernährung (2020): Pilzkaffee für den Energiekick? Zugriff am 21.5.2020
[3] Sie verlassen die Internetseite Pilz Kaffee. Zugriff am 21.5.2020
[4] Sie verlassen die Internetseite CHEFS CULINAR GmbH & Co. KG: Kaffeegenuss mal anders. Zugriff am 21.5.2020
[5] Sie verlassen die Internetseite coffee perfect: Muckefuck, Malzkaffee und Co. Zugriff am 21.5.2020
[6] Sie verlassen die Internetseite Verordnung über Kaffee, Kaffee- und Zichorien-Extrakte vom 15. November 2001 (BGBl. I S. 3107), die zuletzt durch Artikel 6 der Verordnung vom 5. Juli 2017 (BGBl. I S. 2272) geändert worden ist.
[7] Sie verlassen die Internetseite Leitsätze für Tee, teeähnliche Erzeugnisse, deren Extrakte und Zubereitungen. Zugriff am 10.7.2020
[8] Prof. Dr. A. Beythien und Ernst Dreßler (HG ), Mercks Warenlexikon, 1920
[9] Sie verlassen die Internetseite Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) (Hrsg.) (2007): Smoothies - Obst aus der Flasche. Zugriff am 10.7.2020
[10] Sie verlassen die Internetseite Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (2021): Chinin in Getränken. Zugriff am 10.06.2021
[11] Sie verlassen die Internetseite Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. (Hrsg.) (2017): Koffein – Kennzeichnung für „Wachmacher“. Zugriff am 10.7.2020
[12] Sie verlassen die Internetseite Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. (Hrsg.) (2017): Süße Zusatzstoffe: Zuckeraustauschstoffe und Süßstoffe. Zugriff am 10.7.2020
[13] Sie verlassen die Internetseite Verein für unabhängige Gesundheitsberatung e. V. (UGB) (Hrsg.) (2009): Azofarbstoffe in Lebensmitteln. Zugriff am 10.7.2020
[14] Sie verlassen die Internetseite Leitsätze für Erfrischungsgetränke. Zugriff am 2.7.2020
[15] Sie verlassen die Internetseite Die Verbraucher Initiative e. V. (Bundesverband): zusatzstoffe-online.de. Zugriff am 10.7.2020
[16] Sie verlassen die Internetseite Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (2019): Smoothies - kalorienreiche Obst- und Gemüsesnacks. Zugriff am 10.06.2021
Sie verlassen die Internetseite J. Bünting Teehandelshaus GmbH & Comp: Rooibos - die außergewöhnliche Pflanze aus Südafrika. Zugriff am 10.7.2020
Sie verlassen die Internetseite Der Espresso Shop (2020): Säurearmer Kaffee - woher kommt die Säure im Kaffee? Zugriff am 9.7.2020
Sie verlassen die Internetseite Spektrum Akademischer Verlag (Hrsg.): Schonkaffee. Zugriff am 9.7.2020
Sie verlassen die Internetseite Bundeszentrum für Ernährung (Hrsg.) (o.J.): Tee. Zugriff am 09.06.2021
Sie verlassen die Internetseite Bundeszentrum für Ernährung (Hrsg.) (o.J.): Wasser: Einkauf und Kennzeichnung. Zugriff am 10.12.2018
Sie verlassen die Internetseite Bundeszentrum für Ernährung (Hrsg.) (o.J.): Kakao. Zugriff am 10.12.2018
Sie verlassen die Internetseite Bundeszentrum für Ernährung (Hrsg.) (o.J.): Energy-Drinks. Zugriff am 10.12.2018
Sie verlassen die Internetseite Verordnung über natürliches Mineralwasser, Quellwasser und Tafelwasser (Mineral- und Tafelwasser-Verordnung). Zugriff am 10.12.2018
Sie verlassen die Internetseite Stiftung Warentest (Hrsg.) (2018): Mineralwasser im Test: Testergebnisse für 52 Classic- und Medium-Wässer. Zugriff am 10.12.2018
Sie verlassen die Internetseite Bayrisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (Hrsg.) (2008): Alkoholfreie Erfrischungsgetränke. Zugriff am 06.06.2017
Sie verlassen die Internetseite Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel (BMEL), Max-Rubner-Institut (Hrsg.) (2008): Nationale Verzehrstudie II – Ergebnisbericht 2. Zugriff am 12.02.2016
Sie verlassen die Internetseite Verordnung über Fruchtsaft, einige ähnliche Erzeugnisse,Fruchtnektar und koffeinhaltige Erfrischungsgetränke (Fruchtsaft-und Erfrischungsgetränkeverordnung - FrSaftErfrischGetrV). Zugriff am 9.7.2020
Sie verlassen die Internetseite Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e. V.: Aus Kakaomasse entsteht Kakaopulver. Zugriff am 10.12.2018
Schlieper, C. A. (Hrsg.) (2018): Lernfeld Hauswirtschaft. Verlag Dr. Felix Büchner - Handwerk und Technik
Menche, N. (Hrsg.) (2014): Pflege heute. München. Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag München.
Löbber, R.; Hanrieder, D.; Berges, U.; et al. (Hrsg.) (2004): Lebensmittel. Waren – Qualitäten – Trends. Haan-Gruiten. Verlag Europa-Lehrmittel.

Ausführliche Quellenangaben