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Waschmittel

Für das Waschen von Textilien werden Wasser und Waschmittel gebraucht. Wasser benetzt die Wäsche und löst einen großen Teil der Wäscheverschmutzungen. Ausnahme ist die chemische Reinigung, bei der die Textilien mit nichtwässrigen Lösungsmitteln gereinigt werden.

Wasser

Mit Wasser können Textilien bei Temperaturen von bis zu 95 °C gewaschen werden, da es einen Siedepunkt von 100 °C hat. Allerdings müssen einige Eigenschaften von Wasser für den Waschprozess optimiert werden. So wird beispielsweise die Oberflächenspannung des Wassers herabgesetzt. Aber was ist Oberflächenspannung? Vielleicht ist der Versuch bekannt, eine Stecknadel auf Wasser schwimmen zu lassen. Dann sieht es so aus, als hätte sich an der Oberfläche eine Haut gebildet. Diese Eigenschaft verhindert aber, dass Wasser Textilien (oder bei Reinigungsmitteln Oberflächen) vollständig benetzen kann. Seife setzt die Oberflächenspannung herab. Wenn man dem Wasser etwas Spülmittel zugibt, so sinkt die Stecknadel zu Boden.

Stecknadel schwimmt auf dem Wasser Stecknadel sinkt herab
Abbildung 1: Stecknadel schwimmt auf dem Wasser. Abbildung 2: Stecknadel sinkt zu Boden.
Stecknadel schwimmt auf dem Wasser
Abbildung 1: Stecknadel schwimmt auf dem Wasser
Stecknadel sinkt herab
Abbildung 2: Stecknadel sinkt zu Boden

Bei unserem Trinkwasser handelt es sich nicht um chemisch reines Wasser (H2O), es enthält unter anderem gebundenen Kohlenstoff, verschiedene Mineralien und Spurenelemente. Für den Waschprozess besonders wichtig ist die Wasserhärte. Wasserhärte ist ein Maß für den Gehalt an Calcium- und Magnesiumsalzen. Je mehr dieser Salze das Wasser enthält, desto härter ist das Wasser. Je härter das Wasser ist, desto eher verkalken die Heizstäbe der Waschmaschine. Hartes Wasser stört auch den Waschprozess. Man unterscheidet drei Härtebereiche:

Punkt weich = weniger als 8,4 °dH (weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat/Liter)
Punkt mittel = 8,4–14 °dH (1,5–2,5 Millimol Calciumcarbonat/Liter)
Punkt hart = mehr als 14 °dH (mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat/Liter)

Informationen darüber, wie hart das Wasser in seiner Gemeinde ist, erhält man bei den Wasserwerken.
Beispiel: Sie verlassen die Internetseite Stadtwerke Essen > Weitere Downloads > Trinkwasseranalyse.

Seife

Bereits um 2500 vor Christus wurden Anweisungen über das Waschen von Wolle mit Pottasche niedergeschrieben. Seife wurde um 600 vor Christus im alten Ägypten erwähnt. Gewaschen wurde mit verschiedensten waschwirksamen Substanzen: Holz- und Pflanzenasche, Soda, Urin und Seife. 1907 kam Persil von der Firma Henkel und 1909 Ozonit von Dr. Thompson heraus, beides 'selbsttätige' Waschmittel. Seitdem haben sich Waschmittel immer weiterentwickelt.

Woraus bestehen Waschmittel?

Vollwaschmittel bestehen aus folgenden Inhaltsstoffen:

Punkt Tenside,
Punkt Enthärter,
Punkt Bleichmittel,
Punkt Enzyme,
Punkt Optische Aufheller,
Punkt Schauminhibitoren,
Punkt Vergrauungsinhibitoren,
Punkt Duftstoffe,
Punkt Stellmittel,
Punkt Konservierungsmittel (→ Reinigungsmittel) und teilweise Farbstoffe in Flüssigwaschmitteln.

Tenside

Aufbau einer Mizelle
Abbildung 3: Tenside schließen sich zu einer Mizelle zusammen.

Tenside sind waschaktive Substanzen. Sie setzen die Oberflächenspannung des Wassers herab und sorgen so für eine gute Benetzung des Stoffes. Zusätzlich bilden Tenside die Brücke zwischen Fett und Wasser. Fett alleine würde sich nicht in Wasser lösen. Tenside bestehen aus einem hydrophilen (wasserliebenden) und einem hydrophoben (wasserabstoßenden) Teil (Abbildung 5 und 6). Durch diese Eigenschaften schließen sie den Schmutz in Mizellen (Abbildung 3) ein und halten ihn schwebend im Wasser, sodass er herausgespült werden kann.

Der hydrophile Teil eines Tensides kann sehr unterschiedlich aufgebaut sein. Hat der hydrophile Teil eine negative Ladung, so spricht man von anionischen Tensiden, bei einer positiven Ladung von kationischen Tensiden. Nichtionische Tenside besitzen keine Ladung. Fettalkoholsulfate sind Beispiele für anionische Tenside (Abbildung 4). Nichtionische Tenside entfernen gut Fett- und Ölverschmutzungen. Außerdem verhindern sie das Vergrauen von synthetischen Fasern.

Fettalkoholsulfat

Abbildung 4: Schema von Fettalkoholsulfat (anionisches Tensid)

anionische Tenside kationische Tenside
Abbildung 5: Schema eines anionischen Tensides Abbildung 6: Schema eines kationischen Tensides

Biotenside

Meist werden Tenside aus Erdöl hergestellt; das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB arbeitet an einem Verfahren, um Biotenside aus nachwachsenden Rohstoffen produzieren zu können. Biotenside haben zusätzlich den Vorteil, dass sie leichter biologisch abbaubar und weniger toxisch (giftig) sind. Produziert werden sie von Mikroorganismen, die in einem Nährmedium aus Zucker, Öl, Vitaminen und Mineralsalzen gezüchtet werden. Die Biotenside werden im nächsten Schritt von dem Nährmedium und den Mikroorganismen getrennt. Nachdem bestimmt worden ist, wofür sie eingesetzt werden können, ob beispielsweise in Spülmitteln oder in Kosmetika werden die Eigenschaften verändert und verbessert (Sie verlassen die Internetseite Umweltfreundlich putzen und waschen, Fraunhofer Mediendienst 2.3.2012).

Enthärter

Seife und Zeolithe dienen der Wasserenthärtung. Zeolithe sind kristalline Stoffe, sie enthärten das Wasser durch Ionenaustausch. Seife reagiert mit den im Wasser enthaltenen Calcium- und Magnesium-Ionen zu schwerlöslicher Kalkseife, die sich unten absetzt und dann mit der → freien Flotte nach außen gespült wird. Unterstützt wird die Wirkung durch Phosphonate und Polycarboxylate, die den Transport der Calcium-Ionen zum Zeolith oder zur Seife fördern.

Am 14. Dezember 2011 hat das EU-Parlament eine neue EU-Verordnung verabschiedet, die den Einsatz von Phosphaten in Wasch- und Reinigungsmitteln verbietet. Ab Juni 2013 darf das Waschmittel bei normaler Dosierung nicht mehr als 0,5 Gramm Phosphor enthalten. Für Spülmittel und Geschirrspülmittel ist der Stichtag am 1.1.2017 erreicht; ab diesem Datum wird die maximal zugelassene Menge an Phosphor auf 0,3 Gramm begrenzt (Sie verlassen die Internetseite EU schränkt Phosphatgehalt von Waschmitteln ein).

Bleichmittel

Bleichen heißt, unerwünschte Färbungen (farbige Flecken oder Vergilbungen) zu entfernen. Beim Bleichen werden Verschmutzungen von den Bleichmitteln aufgehellt, bis sie (hoffentlich) nicht mehr zu sehen sind. Seit einigen Jahren hat die Sauerstoffbleiche die umweltbelastendere "Chlorbleiche" abgelöst. In Deutschland werden u. a. als Bleichmittel Natriumperborat oder Natriumpercarbonat verwendet. Bei höheren Temperaturen (ab 60 °C) entsteht über Wasserstoffperoxid bleichaktiver Sauerstoff. Für das Waschen bei Temperaturen unter 60 °C wird Waschmitteln Tetraacetylethylendiamin (TAED) oder Tetraacetylglykoluril (TAGU) als Aktivator zugesetzt. Bleichmittel haben den Nachteil alle Farben zu bleichen, deshalb wird bei Color- und Feinwaschmitteln auf sie verzichtet.
Zusätzlich haben Bleichmittel eine mikrobizide Wirkung, das heißt, durch sie werden → Mikroorganismen abgetötet.

Enzyme

Enzyme sind Eiweiße, die Flecken aus Stärke, Eiweiß oder Fett durch die Lösung ihrer chemischen Verbindungen in ihre "Bausteine" zerlegen. Die Spaltprodukte werden von Tensiden gelöst und mit der freien Flotte weggespült. Amylasen spalten Stärke, Mannanase spaltet Polysaccharide, die aus dem Einfachzucker Mannose aufgebaut sind, Lipasen spalten Fette und Proteasen spalten Eiweiße (z. B. Blut oder Milch). Cellulasen spalten Zellulose, so werden raue Baumwolltextilien wieder glatt. Enzyme, so auch die in Waschmitteln, sind temperaturempfindlich, die höchste Wirkung entfalten sie zwischen 40 °C und 60 °C. Außerdem ist ihre Wirkung abhängig vom pH-Wert der Waschlauge.

Optische Aufheller

Weiße Textilien vergilben mit der Zeit. Früher wurde deshalb die Wäsche zum Bleichen in die Sonne gelegt oder mit Wäscheblau behandelt. Durch den leichten Blaustich wirkte vergilbte Wäsche wieder weiß. In modernen Waschmitteln wandeln optische Aufheller nicht sichtbares UV-Licht in sichtbares blaues Licht um. Der Effekt ist derselbe wie beim Wäscheblau. Besonders schön sind optische Aufheller in der Diskothek unter Schwarzlicht zu sehen, dann leuchten weiße Textilien besonders intensiv.

Schauminhibitoren

Vielleicht haben Sie bei einer wenig beladenen Waschmaschine schon einmal erlebt, dass sich sehr viel Schaum gebildet hat und beim Schleudern aus der Waschmaschine austrat. Um eine übermäßige Schaumproduktion zu verhindern, werden Waschmitteln Schauminhibitoren zugesetzt. Diese haben eine ähnliche Wirkung wie Seife in der Badewanne, die den Badeschaum zusammenfallen lässt.

Vergrauungsinhibitoren

Sie verhindern, dass sich Schmutz nach dem Ablösen wieder auf die Fasern setzt und diese vergrauen lässt.

Duftstoffe

Sie erreichen, dass Wäsche nach dem Waschen frisch und angenehm riecht. Allerdings können Duftstoffe auch Allergien auslösen, weshalb in der EU 26 Duftstoffe ab einem Gewichtsanteil von 0,01% auf der Verpackung deklariert werden müssen (Sie verlassen die Internetseite Wesentliche gesetzliche Bestimmungen, Bayerisches Landesamt für Umwelt).

Duftstoffe Duft
Alpha-Isomethyl-Ionone Veilchen
Amyl cinnamale Jasmin
Benzyl salicylate Süßlich, blumig
Butylphenyl Methylpropional (Lilial) Lilienartig, Flieder
Citronellol Blumig, rosig, zitrusartig
Eugenol Nelken
Geraniol Blumige Note
Limonene Orange
Linalool Blumig-frisch, Andeutung an Citrus und Gewürz

Stellmittel

Bei pulverförmigen Waschmitteln wird Natriumsulfat für den Erhalt der Rieselfähigkeit zugesetzt.

Waschmitteldosierung

Bei Vollwaschmitteln muss mindestens die niedrigste angegebene Dosierung in die Waschmaschine gegeben werden, da sonst nicht genug Enthärter vorhanden ist, um für den Waschvorgang ausreichend weiches Wasser zu erhalten. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Wasserwerk nach dem Härtegrad Ihres Wassers. Bei genauer Dosierung sparen Sie Geld und unnötiges Waschmittel, das nur die Umwelt belastet.

Die verschiedenen Waschmittel

Vollwaschmittel

WaschmittelSie enthalten alle oben beschriebenen Bestandteile. Sie sind für alle Waschtemperaturen (20 °C bis 95 °C) und die meisten Textilien geeignet. Da sie aber auch optische Aufheller und Bleichmittel enthalten, bleichen sie farbige Textilien aus, die Farben werden blasser. Besonders unerwünscht ist dieser Effekt bei schwarzer Bekleidung.

Colorwaschmittel

Hier wird auf den Einsatz von Bleichmitteln und optischen Aufhellern verzichtet. Zusätzlich werden Farbübertragungsinhibitoren zugesetzt, die das Verfärben von Wäsche verhindern sollen. Aber auch Farbübertragungsinhibitoren verhindern nicht das Ausfärben von neuen oder stark gefärbten Textilien. Sie sollten erstmal separat gewaschen werden.

Gegen Waschmittelrückstände an der Bekleidung hilft:

Punkt Die Waschmaschine nicht zu überladen,
Punkt das Waschmittel genau zu dosieren,
Punkt bei Schaumrückständen die Wäsche zusätzlich spülen zu lassen.

Waschmittel für Schwarzes

Waschmittel für schwarze und dunkle Bekleidung enthalten meist:

Punkt 5–15 % anionische Tenside,
Punkt unter 5 % nichtionische Tenside,
Punkt Seife,
Punkt Phosphonate,
Punkt teilweise Polycarboxylate,
Punkt Enzyme,
Punkt Duftstoffe und Konservierungsmittel.

Vergleicht man die Inhaltsstoffe mit einem flüssigen Feinwaschmittel für Farbiges, so lassen sich bei einigen Produkten keine Unterschiede bei den waschaktiven Substanzen feststellen. Andere flüssige Buntwaschmittel haben einen höheren Anteil an anionischen und/oder nichtionischen Tensiden (PDF-Logo Vergleich der deklarierten Inhaltsstoffe einiger flüssiger Waschmitel für Farbiges und Schwarzes).

Die Stiftung Warentest hat schon 2001 Waschmittel für Schwarzes getestet und sie mit einem flüssigen Feinwaschmittel für Buntes verglichen. Das Colorwaschmittel schonte die Farben genauso wie das Waschmittel für Schwarzes und wusch auch ebenso gut (Sie verlassen die Internetseite Waschmittel für Dunkles: Zu viel schwarze Magie).

Feinwaschmittel

Sie enthalten ebenfalls keine Bleichmittel und optischen Aufheller und sind an niedrige Waschtemperaturen (bis 40 °C) angepasst. Einige Feinwaschmittel kommen ohne Zellulase aus. Der Zusatz von Zellulase sollte bei allen Zellulosefasern (→ Viskose, Modal) vermieden werden, da diese Gewebe von den Enzymen angegriffen werden.

Waschmittel für Sport- und Funktionstextilien (Mikrofaser, Membran- und Mischgewebe)

Vor einigen Jahren wurde für das Waschen von → Gore-Tex-Jacken noch Feinwaschmittel empfohlen. Inzwischen gibt es auch für diese Gewebe Spezialwaschmittel. Die deklarierten Inhaltsstoffe lassen keine Besonderheit gegenüber einem herkömmlichen Feinwaschmittel erkennen. Ich habe deshalb an die Firma Henkel geschrieben mit der Bitte, mir den Unterschied zu erklären, hier die Antwort:
"Unser Spezialwaschmittel Perwoll für Sport- und Funktionstextilien hat im Gegensatz zu seiner klassischen Variante als Feinwaschmittel (Perwoll Pflege für Feines) zusätzlich Inhaltsstoffe, die geruchsintensive Substanzen wie sie in Sportbekleidung häufig vorkommen (z. B. Stickstoff, Schwefel) binden oder sie in Hohlräumen einlagern. Dadurch riechen diese Substanzen anschließend nicht mehr."

Waschmittel für Wolle und Seide

Wolle und → Seide sind tierische Fasern, die zu einem großen Teil aus Protein (Eiweiß) bestehen. Wollwaschmittel enthalten deshalb keine Enzyme, die diese Naturfasern angreifen würden. Auch hier wird, wie bei Feinwaschmitteln, auf den Einsatz von Bleichmitteln und optischen Aufhellern verzichtet. Im Unterschied zu anderen Waschmitteln ist hier die Waschlauge pH-neutral. Wollwaschmittel bilden ein Schaumpolster, das die Gewebe vor zu starker mechanischer Beanspruchung schützen soll. Wollwaschmittel sind auch für → Daunen geeignet.

Gardinenwaschmittel

Gardinen bestehen sehr häufig aus → synthetischen Chemiefasern, die nur bei niedrigen Temperaturen gewaschen werden sollten. Da übliche Bleichmittel erst bei höheren Temperaturen wirken enthalten diese Waschmittel TAED, Vergrauungsinhibitoren und optische Aufheller.

Desinfektionswaschmittel

Wäsche kann thermisch, chemo-thermisch (60 °C Waschtemperatur und deinfizierendes Waschmittel) oder chemisch (40 °C Waschtemperatur und desinfizierendes Waschmittel) desinfiziert werden. Für die thermische Desinfektion empfiehlt das Robert Koch-Institut bei einer Waschtemperatur von 90 °C eine Einwirkzeit von 10 min. Die Eignung des Waschmittels sollte durch ein Gutachten belegt sein. Für die chemo-thermische Desinfektion werden Desinfektionswaschmittel angeboten, die für verschiedene Wirkungsbereiche und Temperaturen geeignet sind. Die Wirkungsbereiche werden mit Großbuchstaben gekennzeichnet und bezeichnen die Erreger, die durch das Waschverfahren abgetötet beziehungsweise inaktiviert werden können. Desinfektionswaschmittel gibt es für den Wirkungsbereich A (Bakterien, Mykobakterien, Pilze sowie deren Sporen) und B (Viren). Damit eine zuverlässige Desinfektion durchgeführt werden kann, muss nicht nur die Dosierung des Waschmittels eingehalten werden, sondern auch die Desinfektionstemperatur, die Einwirkzeit und das → Flottenverhältnis. Sowohl das Robert Koch-Institut (Sie verlassen die Internetseite http://www.rki.de) wie auch der Verbund für angewandte Hygiene e.V. (Sie verlassen die Internetseite http://www.vah-online.de) veröffentlichen Listen mit geeigneten Desinfektionswaschmitteln und den dazugehörigen Parametern.

Im Privathaushalt ist es normalerweise nicht notwendig, die Wäsche zu desinfizieren. Auch ist die Wirksamkeit von Desinfektionswaschmitteln in Haushaltswaschmaschinen nicht unbedingt gegeben. Der Verbund für angewandte Hygiene e.V. weist darauf hin, dass es in Haushaltswaschmaschinen teilweise einen großen Unterschied zwischen der eingestellten und der erreichten Temperatur gibt (siehe Hinweis zum Thema 60-Grad-Programm bei Haushaltswaschmaschinen). Um sicher zu sein, muss das Desinfektionsergebnis mit biologischen Indikatoren überprüft werden.

Baukastensystem

Bei den Baukastensystemen sind die Komponenten einzeln erhältlich und lassen sich individuell dosieren. So kann der Anteil an Enthärter erhöht werden, ohne auch die Dosierung der waschaktiven Substanzen zu erhöhen. Meist gibt es ein Basiswaschmittel mit waschaktiven Substanzen (Tensiden), Wasserenthärter und Bleichmittel. Außerdem erhält man separat Enzyme und Duftstoffe. Es handelt sich hierbei um eine sehr umweltverträgliche Form des Waschens, allerdings sind die Baukastensysteme nicht überall erhältlich und die Dosierung mühsamer als bei einem Vollwaschmittel.

Waschmittel für verschiedene Härtegrade

Einen neuen Weg geht die "Kampagne für intelligentes Waschen". Sie hat drei verschiedene Waschmittel für die drei Wasserhärtegrade (weich, mittel, hart) herausgebracht. So sollen nach Aussage der Hersteller im Vergleich zu einem herkömmlichen Waschpulver bis zu 41 % Tenside gespart werden können Sie verlassen die Internetseite http://www.waschkampagne.de/.

Neben diesen Waschmitteln sind etliche weitere auf den Markt gekommen:

Lederwaschmittel haben eine rückfettende Wirkung → Lederpflege,
Waschmittel für Allergiker,
Waschmittel für Jeans,
Waschmittel für Dessous,
Daunenwaschmittel.

Es ist nicht immer nachvollziehbar, worin der Vorteil eines dieser Spezialwaschmittel liegen soll.


Die Themen

Umweltbewusst Waschen Kochen oder Desinfizieren? Pulver versus Flüssigwaschmittel

Punkt Umweltbewusst waschen
Punkt Kochen oder Desinfizieren?
Punkt Pulver versus Flüssigwaschmittel


Interessante Links

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Quellen

Sie verlassen die Internetseite Katalyse, Institut für angewandte Umweltforschung über Phosphonate
Sie verlassen die Internetseite Wikipedia: Wasserhärte, aufgerufen am 17.1.2014
Sie verlassen die Internetseite Liste der vom Robert Koch-Institut geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren, zuletzt besucht am 18.05.2012
Sie verlassen die Internetseite Eignung von VAH-gelisteten chemothermischen Wäscheverfahren bei Einsatz in Haushaltswaschmaschinen, Mitteilung Nr. 7/2010 der Desinfektionsmittel-Kommission
Sie verlassen die Internetseite Waschmittel für Dunkles: Zu viel schwarze Magie, Stiftung Warentest 04/2001, zuletzt aufgerufen am 23.10.2011
Sie verlassen die Internetseite Benzyl salicylate, The Good Scents Company, zuletzt besucht am 2.11.2011
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Lexikon von Seifenshop.de, aufgerufen am 2.11.2011 (Link nicht mehr verfügbar)
Jean Pütz, Christine Niklas: Cremes und sanfte Seifen, Kosmetik zum Selbermachen, natürlich und gesund, 1987
Prof. Dr. Volkmar Dietrich, Naturwissenschaften, Vom Waschen. 2000
TEST Colorwaschmittel: Jacke wie Hose, ÖKO-TEST-Magazin 8/2009
Persil Wäschepflege-Kompass, 06/2008

Ausführliche Quellenangaben



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