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Reform bei der Energiekennzeichnung von Haushaltsgeräten

Gastautorin: Jutta Böning (Sie verlassen die Internetseite http://www.haushalt-geraete-blog.de)

EU-EnergielabelTransparenz beim Stromverbrauch hilft Kosten sparen. Unter diesem Aspekt kommt der Energieeffizienz in Haushalten eine wichtige Bedeutung zu. Für 95 % der Bevölkerung in Deutschland ist die Energieeffizienz im Haushalt außerordentlich wichtig. Gerade Haushaltsgeräte wie Kühl- und Gefrierschrank, Fernseher, Waschmaschine und Wäschetrockner erweisen sich als wahre Stromfresser. Zahlreiche dieser Geräte tragen Label, die über ihren Energieverbrauch Auskunft geben sollen. Auf einigen Preisvergleichsseiten kann der Verbraucher seine Suche auf Haushaltsgeräte mit hoher Energieeffizienz beschränken. Diese Angaben zu verstehen und richtig einzuordnen, fällt vielen Verbrauchern allerdings äußerst schwer. Von den hiesigen Verbrauchern sehen sich nach eigener Einschätzung nur etwas mehr als die Hälfte (57 %) ausreichend über den Stromverbrauch der einzelnen Geräte informiert. Deshalb wünschen sich ungefähr 27 % aller Bürger, mehrmals im Jahr eine Stromabrechnung zu bekommen. 87 % der Verbraucher wissen von der Kennzeichnung des Energieverbrauchs von Haushaltsgeräten und lassen sich in 93 % der Fälle auch durch Energielabels in ihrer Kaufentscheidung leiten. Dieser Wert entspricht etwa 81 % der Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren. Demnach lassen lediglich  7% aller Bürger während ihres Einkaufs die Energieersparnis außer Acht. Diese Zahlen sind das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag des ZVEI.

Um diesem Missstand zu begegnen, haben sich die deutschen Haushaltsgerätehersteller auf klarere Energiekennzeichnungen verständigt. Die einzelnen Stufen der Energieklassifizierung, die von A++++ bis D reicht, sei zuletzt stark aus dem Ruder gelaufen. Die vielen Sternchen und Pluszeichen sorgen für Verwirrungen, die nach Meinung einiger Fachleute die Verbraucher bewusst täuschen sollen. Auf europäischer Ebene haben sich die Hersteller dazu entschlossen, dem Überborden der Pluszeichen Einhalt zu gebieten. In Zukunft soll A+++ für die höchste, D dagegen für die niedrigste Energieeffizienzklasse stehen. Faktisch wird der Verbraucher keine schlechtere Einstufung als A zu Gesicht bekommen, zumal laut dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) 99 % aller Geräte mindestens diesen Standard erfüllen. Dass die Geräte in den besten Energieeffizienzklassen eingruppiert werden, ist insbesondere auf den technischen Fortschritt zurückzuführen. Sollte der Verbraucher in nächster Zeit auf die alte Kennzeichnung stoßen, liegt dies an der unbegrenzten Karenzzeit für den Abverkauf, welche die Hersteller dem Handel zugebilligt haben.

Wirtschaftlich gesehen hat der Verband in letzter Zeit keinen Grund zur Klage, zumal das Wachstum, wenn auch nicht in gleich hohem Tempo, anhalten dürfte. Die Auswirkungen der Finanzkrise dürften allerdings die Nachfrage aus dem Ausland bremsen und daher zu einer Stagnation der Ausfuhren führen. Aktuell mache sich dies bereits im Zusammenhang mit Exporten nach Südeuropa bemerkbar. Nach Angaben des ZVEI, ist Deutschland derzeit der viertgrößte Hersteller von Haushaltsgeräten in der Welt. Nach einem kleinen Anstieg von 1 % in 2011, wird die Zahl der Beschäftigten auf etwa 49.000 beziffert.



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