Datenschutzerklärung
Waschmaschine
Wissen rund um die Hauswirtschaft
Lupe Suche

Kontakt

Impressum

Sitemap

Suche

Themen


Lernen

Service
Besuchen Sie uns bei Facebook Besuchen Sie uns bei Twitter

Sie befinden sich hier: Startseite > Ernährung > Lebensmittelkennzeichnung > Preisauszeichnung

Preisauszeichnung

Für die Angabe von Preisen gilt seit dem 28. Mai 2022 die Verordnung zur Novellierung der Preisangabenverordnung (PAngV). Anhand der Preise können Kunden beurteilen, ob Sie eine Ware oder Leistung einkaufen möchten oder nicht. Um den Kunden den Preisvergleich zu vereinfachen, muss immer der Gesamtpreis angegeben werden, der bereits die Mehrwertsteuer und andere Preisbestandteile wie Verpackung und Produktionskosten enthält. Zusätzlich zum Endpreis des angebotenen Produktes, muss auch der Grundpreis ausgewiesen werden.

Grundpreis

Preis Butterspritzgebäck
 Abbildung 1

Waren werden in ganz unterschiedlichen Verpackungsgrößen und Mengen angeboten. Damit der Preis einer Ware leichter vergleichbar ist, wurde der Grundpreis eingeführt. Hier wird der Preis pro Mengeneinheit angegeben. Der Grundpreis muss bei allen Waren stehen, die nach Gewicht, Volumen, Fläche oder auch Länge verkauft werden, egal ob diese in Fertigpackungen, offenen Packungen oder ohne Umhüllung zum Verkauf stehen. Seit in Kraft treten der „Verordnung zur Novellierung der Preisangabenverordnung“ gelten als Mengeneinheit für den Grundpreis 1 Kilogramm, 1 Liter, 1 Kubikmeter, 1 Meter oder 1 Quadratmeter (Abbildung 1+2). Bei loser Ware, die nach Gewicht oder Volumen angeboten wird, kann als Mengeneinheit für den Grundpreis entweder 1 kg oder 100 g bzw. 1 Liter oder 100 ml verwendet werden [1].

Preis Tafelwasser
Abbildung 2: Grundpreis bei Tafelwasser

Bei Haushaltswaschmitteln (→ Waschmittel) kann sich der Grundpreis auch auf andere Mengeneinheiten wie die Waschmittelmenge pro Waschgang (pro Waschladung = WL) beziehen. Muss wie bei Konserven das Abtropfgewicht angegeben werden, bezieht sich der Grundpreis ebenfalls auf das Abtropfgewicht (Abbildung 3) [1].

Grundpreis Abtropfgewicht
Abbildung 3: Grundpreis bezogen auf das Abtropfgewicht

Verzicht auf den Grundpreis

Ist der Grundpreis und der Gesamtpreis für eine Ware identisch, muss der Grundpreises nicht angegeben werden. Beispiele sind die Literflasche Tafelwasser oder 1000 g Spritzgebäck. Ebenso kann auf die Angabe des Grundpreises verzichtet werden, wenn die Ware ein geringes Gewicht oder Volumen von weniger als 10 g bzw. 10 ml aufweist. Wird eine Ware üblicherweise in einer bestimmten Mengeneinheit (z. B. pro Stück) verkauft, muss gleichfalls kein Grundpreis angegeben werden (Abbildung 4). Ebenfalls ohne die Angabe eines Grundpreises kommen Waren aus, die von Direktvermarktern wie Hofläden oder Imker oder kleinen Einzelhandelsgeschäften wie beispielsweise Kioske oder Stände auf dem Markt angeboten werden [1].

Preis pro Stück

Abbildung 4: Preisangabe pro Stück

Preisauszeichnung

Es gibt viele Möglichkeiten, die Preise auszuzeichnen: So können beispielsweise Preisschilder an der Ware angebracht werden. Ebenso ist es möglich ein Schild oder eine Schiene an dem Regal oder dem Behältnis anzubringen, indem sich die Ware befindet und dort den Preis aufzuschreiben. Denkbar ist auch ein Preisverzeichnis, das für jeden einsehbar neben dem Regal angebracht ist. Die Preise müssen der Ware eindeutig zugeordnet und deutlich lesbar sein.

Preise im Handel

Preise müssen überall angegeben werden, wo Waren oder Leistungen zum Verkauf stehen:

  • Im Schaufenster,
  • innerhalb oder außerhalb des Verkaufsraums,
  • in Katalogen und Prospekten,
  • auf dem Bildschirm,
  • in Musterbüchern,
  • in Schaukästen,
  • im Café oder Restaurant.

Im Café oder Restaurant stehen die Preise in der Regel in der Speisekarte, die für die Bestellung zum Gast gebracht wird. Bei den Angaben handelt sich hierbei um Gesamtpreise, inklusive Mehrwertsteuer und Bedienung. Auf Wunsch wird dem Gast für die Rechnungsstellung die Speisekarte erneut vorgelegt. Für Laufkundschaft ist vor Gaststätten außerhalb des Verkaufsraum eine Preisliste mit den Preisen für die wesentlichen Speisen und Getränke auszuhängen [2].

Preisermäßigungen

Neu ist die Verpflichtung bei Preisnachlässen den niedrigsten Gesamtpreis einer Ware anzugeben, den diese Ware innerhalb der vergangenen 30 Tage hatte. Diese Verpflichtung gilt nicht bei individuellen Rabatten oder Preisermäßigungen für schnell verderbliche Ware mit einer kurzen Haltbarkeit [1].

Quellen

[1] Sie verlassen die Internetseite Bundesgesetzblatt: Verordnung zur Novellierung der Preisangabenverordnung vom 12. November 2021. Zugriff 01.06.2022
[2] Sie verlassen die Internetseite IHK zu Dortmund (Hrsg.): Preisangaben und -vorschriften im Gastgewerbe. Zugriff 05.06.2022


Ausführliche Quellenangaben