Datenschutzerklärung
Waschmaschine
Wissen rund um die Hauswirtschaft
Lupe Suche

Kontakt

Impressum

Sitemap

Suche

Themen


Lernen

Service
Besuchen Sie uns bei Facebook Besuchen Sie uns bei Twitter

Sie befinden sich hier: Startseite > Fasern > Naturfasern > Leinen

Leinen

LeinenLeinengarn wird aus den Fasern des Flachses (Abbildung 1) gesponnen. Zu Beginn der Leinenproduktion wurde das Garn auf dem Spinnrad oder mit der Spindel gesponnen und in einem solchen Umfang produziert, dass ein großer Teil aus Deutschland ausgeführt werden konnte. Nach 1870 war man imstande, Flachs maschinell zu spinnen. Heutzutage sind reine Leinenstoffe eher selten, zumeist wird Leinen mit Baumwolle gemischt. Zum Waschen müssen bei Leinen unbedingt die → Pflegekennzeichen beachtet werden. Leinen kann bei Stufe 3 gebügelt werden, die Textilien sollten leicht angefeuchtet sein.

Halbleinen

Laut Sie verlassen die Internetseite Verordnung (EU) Nr. 1007/2011 besteht Halbleinen mindestens aus 40 % Leinen. Ist der Kettfaden aus Baumwolle und der Schussfaden aus Leinen, so muss die Angabe „Kette reine Baumwolle — Schuss reiner Flachs (bzw. Leinen)“ hinzugefügt werden.

Flachs Werdegang des Flachsgarns
Abbildung 1: Flachs Abbildung 2: Werdegang des Flachsgarns bis zum Vorgespinst.
Flachs
Abbildung 1: Flachs
Werdegang des Flachsgarns
Abbildung 2: Werdegang des Flachsgarns bis zum Vorgespinst.

Eigenschaften

Leinengewebe fusseln nicht und wärmen nur wenig. Gewebe aus Leinen können sehr weich und fließend sein, wirken von der Struktur her aber gröber als Baumwollgewebe. Leinen nimmt deutlich weniger Wasser auf als Baumwolle. Nimmt man ein reines Leinengewebe, feuchtet dies an, bis es nicht mehr tropft, so kann Leinen 154 g an Wasser pro 100 g Stoff aufnehmen. Zum Vergleich: Bei Baumwolle sind es 233 g und bei Halbleinen 173 g pro 100 g Gewebe. Leinen wird gerne für Sommerbekleidung verwendet, weil die aufgenommene Luftfeuchtigkeit rasch verdunstet und der Stoff deshalb kühlend wirkt. Die Leinenfaser ist unelastisch und knittert leicht. Leinen ist außerdem hitzebeständig, sehr reißfest und strapazierfähig und durch die glatte Oberfläche schmutzabweisend. Leinengewebe werden traditionell für Bett- und Tischwäsche verwendet. Aufgrund der Flusenfreiheit werden Geschirrtücher (besonders Gläsertücher) aus Leinen hergestellt. Um die Saugkraft zu erhöhen, wird hier das Leinengewebe häufig mit Baumwolle gemischt (Halbleinen). Beim Waschen von Leinengewebe unbedingt die Pflegehinweise beachten.

  • keine elektrostatische Aufladung,
  • keine Flusen,
  • nicht anfällig für Mottenbefall,
  • hohe Luftdurchlässigkeit,
  • fühlt sich kühl auf der Haut an,
  • hohe Reisfestigkeit,
  • knittert leicht,
  • matt seidiger Glanz,
  • hohe Saugfähigkeit,
  • Schmutz abweisend.

Quellen

Prof. Dr. A. Beythien und Ernst Dreßler (HG ), Mercks Warenlexikon. 1920
Anna Knon, Das Manustriptum Haushaltsbuch. 2002
Encyclopaedia Britannica 2010
Greenpeace media GmbH (HG), Textil-Fibel 5, Gut anziehen - gesund, umweltfreundlich und fair. 2016

Ausführliche Quellenangaben