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Baumwolle

Internationales Baumwollzeichen, Genehmigung erteilt: 23.7.2014Die Baumwolle ist einer der wichtigsten Rohstoffe weltweit und wird aus den Samenhaaren einer Gattung der Familie der Malvengewächse gewonnen. Die Faserlänge von Baumwollfasern beträgt 1-5 cm. Nach Europa kamen die ersten Baumwollstoffe als Luxusgüter aus Indien. Die wichtigsten Produktionsländer sind China, Indien, USA, Pakistan, Brasilien, Australien, Usbekistan, Türkei und Turkmenistan. Sowohl der Anbau von Rohbaumwolle als auch deren Verarbeitung benötigt sehr viel Wasser, alleine die Produktion von 1 kg Baumwollstoff benötigt (global) durchschnittlich 11.000 Liter Wasser [1]. Je nach Anbaugebiet stammt das Wasser von Niederschlägen bzw. wird Fließgewässern oder dem Grundwasser entnommen. Während in Indien ausreichend Niederschläge fallen, um den überwiegenden Wasserbedarf zu decken, wird in Ägypten ausschließlich bewässert. In Usbekistan stammt ein großer Teil des Wassers aus den Zuflüssen des Aralsees. Mittlerweile ist das früher viertgrößte Binnengewässer in viele kleine Teile zerfallen und im östlichen Teil sogar vollständig ausgetrocknet [2].

Textilien können aus reiner (100 %) Baumwolle gefertigt, oder auch mit → Leinen, → Viskose oder anderen → Chemiefasern gemischt sein. Das Waschen von weißer Baumwolle ist im Allgemeinen im Koch-Bunt-Waschprogramm bis zu einer Temperatur von 95 °C möglich, farbige Baumwolle hingegen sollte nur bei 60 °C gewaschen werden. Allerdings gibt es immer häufiger Baumwolltextilien, die laut → Pflegekennzeichen nur bei 40 °C gewaschen werden sollen. Baumwolle kann in der Regel bei Stufe 3 (bis 220 °C) gebügelt werden. Setzt man die Fasern allerdings zu lange dieser Wärme aus, so vergilben sie. Diese Gelbfärbungen können meist wieder rausgewaschen werden.

Eigenschaften

Warnhinweis BaumwolleBaumwollstoffe sind weiche, angenehm zu tragende, nicht kratzende Stoffe. Sie sind atmungsaktiv, haltbar, leicht zu pflegen und Baumwolle ist sehr saugfähig. Nimmt man ein weißes T-Shirt mit einem Trockengewicht von 135 g und feuchtet es an, bis kein Wasser mehr heraustropft, so hat dieses T-Shirt 315 g Wasser aufgenommen. Umgerechnet auf 100 g Stoff nimmt dieser 233 g Wasser, also mehr als das Doppelte seines Eigengewichtes an Wasser auf. Baumwolle kann aber auch zu einem festen Stoff gewebt und mit Bienenwachs, Lanolin, Soja- und Jojobaöl sogar wasser- und windabweisend sein. Sind Baumwollgewebe einmal nass geworden, trocknen sie nur langsam. Feuchte Baumwollgewebe neigen zu Stockflecken; um dies zu vermeiden, sollten Baumwollstoffe gut durchlüftet und trocken gelagert werden. Gewebe aus Baumwolle sind knitteranfällig und lassen sich sehr gut bleichen und färben, außerdem brennen sie gut. In einigen Bekleidungsstücken werden deshalb Warnungen vor offenem Feuer angebracht (siehe Abbildung).

Quellen

[1] Sie verlassen die Internetseite Update 2012. Daten und Fakten zu sozialer und ökologischer Bekleidung, Wear fair
[2] Sie verlassen die Internetseite T-Shirts, Jeans und Blusen: So viel Wasser steckt in unserer Kleidung. STATmagazin, 11. Juni 2013
Sie verlassen die Internetseite United States Department of Agriculture, Cotton World Supply, Use, and Trade - http://www.fas.usda.gov/psdonline/psdHome.aspx
Prof. Dr. A. Beythien und Ernst Dreßler (HG ), Mercks Warenlexikon, 1920
Carina Weber / Dagmar Parusel, Zum Beispiel Baumwolle, 1995
Anna Knon, Das Manustriptum Haushaltsbuch, 2002
Encyclopaedia Britannica 2010
Manufactum Sommerkatalog 2010
Martin Lutz: Textile Fußbodenbeläge. 2012

Ausführliche Quellenangaben



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