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Mehlmilbe (Acarus siro)

Milben gehören zu den Spinnentieren. Die Entwicklung verläuft über mehrere frei lebende Jugendstadien (Larvenstadium, Protonymphe, Tritonymphe) bis zum Erwachsenenstadium. Ein abweichendes Stadium ist die Wandernymphe, die der Verbreitung dienen. An einem feuchten Ort angekommen, wandeln sie sich in eine Tritonymphe um. Das zweite Stadium ist die Dauernymphe, die auch extreme Temperaturen und Trockenheit monatelang überdauern kann.
Mehlmilben gehören zu den bekanntesten Vorratsmilben. Sie sind ungefähr 0,6 mm lang und das Männchen hat ein auffällig verdicktes Beinpaar. Mehlmilben befallen Speicher mit Getreide und Mehl, aber auch die Produkte, die daraus gewonnen werden wie Grieß, Grütze oder Haferflocken. Bei günstigen Bedingungen (hohe Luftfeuchtigkeit [70-95 %] und Temperaturen zwischen 10 °C und 20 °C) entwickelt sich alle 17 bis 28 Tage eine neue Generation.
Mehlmilben sind in der Lage, bei ungünstigen Lebensbedingungen, wie beispielsweise einer niedrigen Luftfeuchtigkeit Dauernymphen auszubilden. Dauernymphen sind gegenüber äußeren Einflüssen sehr widerstandsfähig, so ertragen sie lange Zeit Temperaturen von 34 °C, überleben aber auch teilweise Temperaturen von -7 °C. Dauernymphen haften an Säcken, Schaufeln und Schuhwerk an und werden so verbreitet. Auch nach zwei Jahren können sich diese Dauerstadien bei höherer Luftfeuchtigkeit in Tritonymphen umwandeln.

Quelle:

Urania Tierreich in sechs Bänden, Wirbelose 2 (Annelida bis Chaetognatha), S. 308 ff, 1994

Ausführliche Quellenangaben



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