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Clostridium perfringens

Clostridium perfringens sind Information grampositive, stäbchenförmige → Bakterien. Das erste Mal beschrieben wurden sie 1892 unter dem Namen Bacillus sporogenes capsulatus. Clostridium perfringens sind weltweit verbreitet und kommen im Erdboden und im Verdauungstrakt von Menschen und Tieren vor. Sie können in Umgebungen ohne Sauerstoff existieren (anaerob). Bei Luftkontakt bilden C. perfringens hitzeresistente Sporen als Dauerstadien aus. Unterteilt werden Clostridium perfringens in 5 toxinbildende Typen (A bis E), von denen zwei (A und C) bei Menschen Infektionen auslösen.

Infektionsweg

Für das Auslösen einer Infektion sind nur wenige Keime (10 Keime pro Gramm Nahrungsmittel) notwendig, die mit kontaminierten Lebensmitteln aufgenommen werden. Im Darm werden bei der Sporenbildung Enterotoxine frei, die nicht durch die Verdauungsenzyme zerstört werden. Die Toxine gelangen über den Darm ins Blut und erreichen so die verschiedenen Körperorgane. Eine Aufnahme des Erregers über Verletzungen in der Haut ist ebenfalls möglich.
C. perfringens wird insbesondere durch Fleischprodukte übertragen. Für eine Übertragung kommen ebenso Erbsen, Bohnen, Kartoffelpüree, Meeresfrüchte, Teigwaren und Käse in Frage. Eine Kontamination von Lebensmitteln mit Sporen kann auch nach dem Kochen erfolgen.

Inkubationszeit

Bei Typ A: 7-15 Stunden, es kann aber auch 24-30 Stunden bis zum Auftreten der ersten Krankheitszeichen dauern.

Krankheitsverlauf

Typ A: In den meisten Fällen treten Bauchkrämpfe, Durchfall und Übelkeit auf. In einigen Fällen kommt es zu Erbrechen. Meist verbessert sich der Zustand innerhalb von 24 Stunden. Gerät Clostridium perfringens Typ A über Verletzungen in die Haut, kann es Gasbrand auslösen. Die Infektionsstelle schwillt stark an und es können Blasenbildungen mit Einblutungen (hämorrhagische Bullae) auftreten. Gasbrand kann tödlich sein.

Typ C: Kann Darmbrand (nekrotisierende Enteritis) auslösen. Dabei handelt es sich um eine heftige Entzündung des Dünndarms. Der Krankheitsverlauf wird unterschiedlich beschrieben. Es kann zu Durchfall, Leibschmerzen und Nahrungsverweigerung kommen. Die Krankheit kann zum Tode führen.

Prävention

Bei der Ausgabe müssen Lebensmittel eine Kerntemperatur von 65 °C haben. Nach dem Kühlen müssen Speisen beim Aufwärmen auf über +70 °C erhitzt werden → Lebensmittelhygiene.
Gegarte Speisen müssen schnell rückgekühlt und nur unter 4 °C längere Zeit gelagert werden. Das Abkühlen darf keinesfalls unter Luftabschluss erfolgen (zum Beispiel in einem geschlossenen Topf).
Möglichst kein Fleisch vorkochen, besonders keine Innereien.

Quellen:

Sie verlassen die Internetseite Johann Gasteiner, Erkrankungen durch Clostridien bei Ziegen, 2009
Sie verlassen die Internetseite Clostridium perfringens aus (ZCT 1-2010)
Sie verlassen die Internetseite Clostridium perfringens: Clostridien-Gastroenteritis, Schweizerische Eidgenossenschaft 2010
Sie verlassen die Internetseite Robert Koch-Institut (Hrsg.): Lebensmittelvergiftung durch Clostridium perfringens: Ausbruch in einem Altenheim, Epidemiologisches Bulletin 41/2000
Sie verlassen die Internetseite Antibiotika-assoziierte Darmerkrankungen durch Clostridium perfringens - Enterotoxin und Clostridium difficile- Toxin bei Hund und Katze, Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz
Dr. Wessling Denkow, Gifte der Natur Bakterien - Pilze - Pflanzen - Tiere. 2004

Ausführliche Quellenangaben



Startseite | Impressum |  Letzte Aktualisierung:  02.06.2016