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Suche im Internet

Im Internet gibt es viele interessante Informationen, auch einige Albernheiten, Abwegiges oder Seltsames. Um die Recherche zu vereinfachen gibt es Suchmaschinen.
Bekannte Suchmaschinen sind beispielsweise:

Punkt https://www.bing.com/
Punkt https://duckduckgo.com/
Punkt https://www.google.de/
Punkt https://www.qwant.com/?l=de
Punkt https://www.startpage.com/

Suche im Internet

Wie eine Suchmaschine funktioniert erklärt die Sendung mit der Maus: Sie verlassen die Internetseite Suchmaschine.

Informationen schneller finden

Oftmals kann in eine Suchmaschine einfach die Frage eingegeben werden („Wie bügelt man ein Oberhemd?“) und die Suchergebnisse zeigen Internetseiten an, auf denen sie die Antwort auf die Frage finden. Es reicht in der Regel aber auch nur Stichworte einzugeben, wie z. B. Oberhemd bügeln, Geben sie verschiedene Wörter (Rezepte Suppe Lauch) bei einer Suchmaschine ein, so werden Internetseiten angezeigt, die diese Wörter enthalten, es handelt sich dabei um eine sogenannte UND-Verknüpfung. Interessieren sie zwei Suchworte unabhängig voneinander, können diese durch „OR“ verbunden werden: Bremen OR Hamburg. Manchmal sollen bei einer Suche bestimmte Wörter ausgeschlossen werden. Wenn sie sich für Kochtöpfe interessieren, nicht aber für Kupfertöpfe, dann setzten sie ein Minuszeichen vor das entsprechende Wort. Die Suchanfrage sähe dann wie folgt aus: Kochtopf -Kupfer. Manchmal werden bestimmte Wortgruppen gesucht, z. B. bei einem Buchtitel, oder einem Zitat. In diesem Fall können sie die Worte in Anführungszeichen setzen, wie z. B. „Verordnung über die Zulassung von Zusatzstoffen zu Lebensmitteln zu technologischen Zwecken“.
Einige Internetseiten haben keine eigene Suchfunktion, auch dann sind Suchmaschinen sehr hilfreich. In diesem Fall können sie mit einer Suchmaschine auch eine Site-Suche durchführen.

Schreiben sie site:dghev.de Küche und Technik – Handbuch für gewerbliche Küchen (Teil II) in das Suchfeld, wobei site: für die Site-Suche steht und dghev.de für die Domain. In diesem Beispiel die Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft (dgh) Sie verlassen die Internetseite https://www.dghev.de/. Daran anschließend schreiben sie das Suchwort oder die Suchwörter Küche und Technik – Handbuch für gewerbliche Küchen (Teil II). Die Suchmaschine zeigt ihnen nun den direkten Link zu der Veröffentlichung an [6].

Bei vielen Suchmaschinen lässt sich darüber hinaus der Suchzeitraum (z. B. die letzten 24 Stunden) und die Region einschränken. In Metasuchmaschinen wie Sie verlassen die Internetseite MetaGer oder Sie verlassen die Internetseite DuckDuckGo werden die Suchergebnisse mehrerer Suchmaschinen zusammengefasst. Metasuchmaschinen lohnen sich, wenn sie nach wissenschaftlichen Veröffentlichungen suchen.

Quellen auf Seriosität prüfen

Da jede*r im Internet seine Meinung und sein Wissen veröffentlichen darf, muss das Suchergebnis auf Seriosität geprüft werden. Ministerien, Universitäten, öffentlicher Rundfunk und Einrichtungen wie die Sie verlassen die Internetseite Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), das Sie verlassen die Internetseite Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) oder der Sie verlassen die Internetseite Allergieinformationsdienst sind seriöse Quellen, denen sie vertrauen können. International vergleichbar sind z. B. das Sie verlassen die Internetseite National Institutes of Health (USA), Sie verlassen die Internetseite Food Standards Agency (UK), Sie verlassen die Internetseite Food and Nutrition Board (FNB) (India), Sie verlassen die Internetseite Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (Österreich) oder auch das Sie verlassen die Internetseite Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV (Schweiz). Ebenfalls vertrauenswürdige Quellen sind Internetseiten von eingetragenen Vereinen wie dem Sie verlassen die Internetseite Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung e. V. (UGB), Sie verlassen die Internetseite Verbund für Angewandte Hygiene e. V. sowie die Sie verlassen die Internetseite Verbraucherzentralen oder Verlage wie die Sie verlassen die Internetseite Stiftung Warentest, die auf Beschluss des Deutschen Bundestages 1964 gegründet wurde [1].

Wenn sie Statistiken interessieren und sie wissen möchten wie viele Menschen in Deutschland leben oder welche Haushaltsgeräte in einem Haushalt vorhanden sind, werden sie beim Sie verlassen die Internetseite Statistisches Bundesamt fündig.

Interessieren sie sich bestimmte Produkte wie Schnellkochtöpfe oder Waschmaschinen sind die Internetseiten der verschiedenen Hersteller sehr hilfreich. Dabei muss natürlich immer eingepreist werden, dass Hersteller Produkte verkaufen möchten und sie deshalb besonders positiv darstellen.

Neben solchen „offiziellen“ Internetseiten, gibt es aber auch viele Webseiten von Privatpersonen, Social Media und Youtube, wo ebenfalls enormes Wissen zu finden ist, das teilweise mit viel Elan zusammengetragen und mit Liebe zum Detail veröffentlicht wurde. Oftmals stimmen die Angaben, manchmal aber auch nicht. Wenn es um Glaubwürdigkeit von Internetseiten geht, lassen sich viele durch das Design beeinflussen. Aber das Aussehen einer Internetseite sagt leider wenig über die Seriosität und die Richtigkeit der Inhalte aus.

Um festzustellen, ob eine Internetseite vertrauenswürdig ist, beachten sie folgende Grundsätze:

Werden Quellen für die Aussagen angegeben? So lassen sich die Originalquellen überprüfen.
Finden sie mehrere unabhängige Quellen, die einen Sachverhalt darstellen.
Bei praktischen Tipps z. B. für die Reinigung, können sie selbst ausprobieren, ob die Angaben stimmen.
Prüfen sie wer hinter der Internetseite steht. Die inhaltlich Verantwortlichen stehen im Impressum. Sind Personen/Autoren/Autorinnen genannt?
Wie alt sind die Texte und wann wurden sie zuletzt überarbeitet?

Originaltexte suchen

Bei Verweisen auf Gesetze sollten sie diese heraussuchen und die entsprechende Textstelle nachlesen. Das Bundesamt für Justiz beispielsweise veröffentlicht unter Sie verlassen die InternetseiteGesetze im Internet“ kostenlos fast sämtliche verfügbaren Bundesgesetze und Rechtsverordnungen in der aktuell gültigen Fassung. Bei Sie verlassen die Internetseite EUR-Lex wiederum finden sie z. B. Amtsblätter der Europäischen Union, EU-Verträge, Richtlinien, Verordnungen und EU Rechtsprechung in den verschiedenen europäischen Sprachen. In der Hauswirtschaft sind darüber hinaus Leitsätze interessant, die bei der Sie verlassen die Internetseite Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission öffentlich zugänglich sind. In einigen Fällen ist das Original nur gedruckt verfügbar, dann finden sie das Buch unter Umständen in einer Bibliothek. Mit Online-Katalogen lässt sich leicht herausfinden, ob ein Buch in der Bibliothek ihrer Wahl verfügbar ist. Die meisten Stadtbibliotheken bieten kostengünstige Fernleihe an.

Originalsprache lesen

Viele gerade wissenschaftliche Arbeiten werden in englischer Sprache veröffentlicht. Wenn sie die Sprache verstehen, sollten sie sich die Mühe machen das Original zu lesen. Denn auch bei Übersetzungen können Fehler passieren. So kann aus „gram flour“ schnell „Gramm Mehl“ werden, obwohl es sich bei „gram flour“ um „Kichererbsenmehl“ handelt. Eine andere Fehlerquelle sind Einheiten: war die Temperatur wirklich in Grad Celsius oder doch in Grad Fahrenheit angeben, wie es in den USA üblich ist?

Zahlen hinterfragen

Zahlen, Daten, Fakten strahlen Seriosität aus. Da werden Umfragen gemacht, bei denen sich eine Mehrheit der Befragten dafür ausspricht auf dieses oder jenes zu verzichten oder mehr auf gesunde Ernährung achten zu wollen. Wenn sie Ergebnisse einer Umfrage bei ihrer Arbeiten einbeziehen möchten, sollten sie darauf achten, dass eine größere Anzahl von Menschen befragt wurde. Damit die Anzahl der Teilnehmenden nachvollziehbar ist, wird bei den meisten Umfragen der Stichprobenumfang (n) angegeben. Hat eine Umfrage das Ziel herauszufinden, welche Speisen in der deutschen Bevölkerung am beliebtesten sind, so müssen die Teilnehmenden die unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen der deutschen Bevölkerung repräsentieren. Werden ausschließlich Frauen zwischen 20 und 30 Jahren befragt, so spiegelt dies nicht die gesamte Bevölkerung wieder, auch wenn sehr viele Menschen befragt werden. Damit eine Studie repräsentativ sein kann, müssen mindestens 500, besser 1000 Personen teilnehmen. Bei einem höheren Stichprobenumfang steigt die Genauigkeit [2, 3]. Wenn sie unter der Überschrift „Senioren essen nicht gerne Fisch“ (*) lesen, dass nur 28 Personen (n=28) befragt wurden, reicht das, um sich eine Meinung zu den Essensvorlieben in einer Einrichtung zu bilden. Das Ergebnis gibt aber nicht eine generelle Abneigung älterer Menschen in Deutschland wieder.

Genauso ist bei Prozentangaben Vorsicht geboten. Essen sie jede Woche zwei Tafeln Schokolade und ihr Krebsrisiko erhöht sich um 100 % (*). Das hört sich spektakulär an. Bei Prozentangaben sollten sie immer hinterfragen, auf welche Größe sich die Prozentangabe bezieht. Wie viele Personen erkrankten am Ende mehr an Krebs? Waren statt einer Person, zwei Personen von 50.000 betroffen? Dann hätte sich die Anzahl zwar um 100 % erhöht, aber es liest sich weniger dramatisch.

* Die Überschriften sind frei erfunden und dienen ausschließlich als Beispiel.

Diagramme

Bei grafischen Darstellungen kann durch Verkürzung der y-Achse eine Änderungen übertrieben dargestellt werden. Die folgende Tabelle zeigt die Ausstattung der Haushalte mit Geschirrspülmaschinen:

Jahr Anzahl der Güter je 100 Haushalte
2015 70,9
2016 71,2
2017 73,0
2019 73,1
2020 74,0

Quelle Statistisches Bundesamt [4]

In einem Diagramm lässt sich die Steigerung bei der Ausstattung der Haushalte mit Geschirrspülmaschinen verdeutlichen. Fängt jedoch die Beschriftung nicht bei 0 an, sondern bei einer weitaus höheren Zahl, sehen Veränderungen größer aus, als sie in Wirklichkeit sind (Abbildung 1). Beginnt die Skalierung der y-Achse bei 0, sieht der Anstieg deutlich weniger bedeutend aus (Abbildung 2).

Diagramm 1

Abbildung 1: Skalierung der y-Achse zwischen 70,5 und 74,5

Diagramm 2

Abbildung 2: Skalierung der y-Achse zwischen 0 und 74,5

Genauso kann durch die geschickte Auswahl eines Zeitausschnittes ein anderer Eindruck entstehen. Sehen sie sich unter dem Link Sie verlassen die Internetseite https://www.goldpreis.de/goldpreisentwicklung/ die Entwicklung der Goldpreise an und vergleichen sie die Preisentwicklung des letzten Monats mit der Entwicklung der vergangenen 10 Jahre. Welchen Eindruck bekommen sie?

Bilder

Bilder sind sehr ausdrucksstark und können eine Aussage unterstützen. Aber wurde das Bild wirklich in dem Zusammenhang aufgenommen oder ist es aus dem Zusammenhang gerissen worden? Im Jahr 2015 sollten Fotos zeigen, wie schmutzig Flüchtlinge eine Gegend hinterlassen hatten. Allerdings stellte sich bei einigen Bildern heraus, dass sie ursprünglich nach einem Festival entstanden. Durch die Rückwärtssuche von Bildern, können sie im Internet suchen, ob das Bild schon mal an anderer Stelle veröffentlicht wurde. Das geht beispielsweise mit den Suchmaschinen Sie verlassen die Internetseite bing, Sie verlassen die Internetseite Google und Sie verlassen die Internetseite Yandex. Öffnen sie bei bing die Bildersuche und öffnen sie die „visuelle Suche“ (Abbildung 3). Hier können sie ein lokal gespeichertes Bild hereinziehen oder die URL zu einem Bild einfügen und es wird nach ähnlichen Bildern im Internet gesucht.

Bildersuche in bing

Abbildung 3: Bildersuche mit bing

Entsprechend funktioniert die Bildersuche auch bei Google.

Bildersuche in Google

Abbildung 4: Bildersuche mit Google

Öffnen sie die Bildersuche und ziehen sie ein lokales Bild in das Suchfeld oder kopieren sie die URL zu einem Bild in das Suchfeld (Abbildung 4). Google sucht ähnliche Bilder im Internet und zeigt sie an.

Am gründlichesten kann mit der Bildersuche TinEye https://tineye.com/ gesucht werden. Ebenso wie bei den anderen Suchmaschinen lassen sich hier lokal gespeicherte Bilder hochladen oder die URL zu einem Bild in das Suchfeld kopieren (Abbildung 5).

Bildersuche mit TinEye

Abbildung 5: Bildersuche mit TinEye

Allerdings lassen sich hier die Suchergebnisse nach bestimmten Kriterien sortieren (Abbildung 6). Sortieren sie nach dem ältesten, so erscheint ganz oben in der Liste die Aufnahme, die erstmals im Internet veröffentlicht wurde. Darüber hinaus kann nach der neuesten und der größten Aufnahme sowie dem Foto mit den meisten Änderungen geordnet werden.

Suchergebnisse sortieren

Abbildung 6: Suchergebnisse sortieren

Noch weiter lässt sich die Prüfung mit Sie verlassen die Internetseite FotoForensics treibenx. Nach dem Hochladen eines Fotos oder der Eingabe einer URL, wird das Ergebnis angezeigt.

Originalbild bei FotoForensics Bild untersuchen bei FotoForensics
Abbildung 7: Originalbild Abbildung 8: Bildanalyse mit FotoForensics
Originalbild bei FotoForensics
Abbildung 7: Originalbild
Bild untersuchen bei FotoForensics
Abbildung 8: Bildanalyse mit FotoForensics

Das ursprüngliche Foto waren die Blätter mit Stiel und Wurzel, die grafischen Elemente wurden später hinzugefügt. Bei nicht manipulierten Bildern sollten die Ränder eine ähnliche Helligkeit aufweisen und die Oberfläche sowie die Texturen ähnlich aussehen wie andere Oberflächen und Texturen auf dem Foto [5].
Nach privaten Bildern von Menschen, deren Gesicht zu erkennen ist, sollten sie auf diese Art besser nicht suchen. Sie wissen nicht, wie die Plattformen mit den Bildern aus den Suchanfragen umgehen.

Fazit

Das Internet hält viele interessante Informationen bereit bevor sie die Informationen übernehmen, stellen sie sich für einen Faktencheck die folgenden Fragen:

Wer steht hinter der Veröffentlichung?
Welche Beweise unterstützen die Aussage?
Wird die Aussage von anderen Quellen bestätigt?

Überprüfen sie die Fakten

Lesen sie wenn möglich die Originalquelle in der Originalsprache nach.
Überprüfen sie Gesetzestexte und Gerichtsurteile.
Hinterfragen Sie statistische Angaben.
Überprüfen sie die Aktualität des Textes.
Prüfen sie im Zweifelsfall die den Ursprung von Bildern.

Quellen

[1] Sie verlassen die Internetseite Stiftung Warentest (Hrsg.): Über uns: Die Stiftung Warentest stellt sich vor. Zugriff am 14.12.2020
[2] Sie verlassen die Internetseite Maisberger Gesellschaft für strategische Unternehmenskommunikation mbH (Hrsg.) (2016): Nachgefragt: Wann ist eine Studie repräsentativ? Zugriff am 14.12.2020
[3] Sie verlassen die Internetseite INWT Statistics GmbH (Hrsg.) (2012): Repräsentativität – Teil 3: Welche Rolle spielt der Stichprobenumfang? Zugriff am 14.12.2020
[4] Sie verlassen die Internetseite Statistisches Bundesamt (Hrsg): Ausstattung privater Haushalte mit elektrischen Haushalts- und sonstigen Geräten - Deutschland. Zugriff am 14.12.2020
[5] Sie verlassen die Internetseite Zweites Deutsches Fernsehen (Hrsg.) (2019): Fakt oder Fake? So prüfen Sie Informationen selbst. Zugriff am 14.12.2020
[6] Sie verlassen die Internetseite Google LLC (Hrsg.): Erweiterte Suche. Zugriff am 14.12.2020
Sie verlassen die Internetseite Zentral- und Landesbibliothek Berlin (Hrsg.): Fakten prüfen im Netz. Zugriff am 14.12.2020
Sie verlassen die Internetseite Universität Duisburg-Essen (Hrsg.): Manipulierte Grafiken und Diagramme. Zugriff am 14.12.2020
Sie verlassen die Internetseite Norddeutscher Rundfunk (Hrsg.) (2017): Fakes im Netz: So enttarnt ihr die Lügen selbst! Zugriff am 14.12.2020
Sie verlassen die Internetseite John Green (2019): Introduction to Crash Course Navigating Digital Information #1 (Video). Zugriff am 14.12.2020
Sie verlassen die Internetseite John Green (2019): The Facts about Fact Checking: Crash Course Navigating Digital Information #2 (Video). Zugriff am 14.12.2020

Ausführliche Quellenangaben



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